Freitag, 31. August 2018

Zu heiß, zu trocken: Das war der Sommer 2018

Mit dem heutigen Freitag endet der meteorologische Sommer dieses Jahres. Die Bilanz der Landesmeteorologen: Zu hohe Temperaturen und etwas zu wenig Niederschläge.

Warm und trocken war es in diesem Sommer auch in den Dolomiten.
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Warm und trocken war es in diesem Sommer auch in den Dolomiten. - Foto: © LPA

Der Sommer geht als der dritt- bis viertwärmste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1850 ein, erklärt Dieter Peterlin. 

Heiß und trocken

Südtirolweit lagen die Temperaturen um 1 bis 1,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Der heißeste Tag war der 1. August mit einem Höchstwert von 37,8 Grad in Bozen, während am 27. August eine Tiefsttemperatur von -0,3 Grad in Toblach gemessen wurde.

In Sachen Niederschlag waren die Monate Juni und Juli relativ trocken, erst der August konnte wieder einiges gut machen und lieferte größere Regenmengen. Die gesamte Niederschlagsbilanz lag mit einem Minus von rund 10 Prozent nur leicht unter dem Durchschnitt. Lediglich im oberen Vinschgau regnete es um 40 Prozent weniger als im langjährigen Mittel.

Der anstehende Monatswechsel bringt in den kommenden Tagen flächendeckenden Regen.

50.000 Blitzeinschläge und Hagel

Die Gewitterbilanz fällt durchschnittlich aus, knapp 50.000 Blitzeinschläge wurden aufgezeichnet. Am häufigsten geblitzt hat es im Grödner Tal, St. Christina verzeichnete 18 Einschläge pro Quadratmeter, gefolgt von St. Ulrich mit 17 pro Quadratmeter.

Die geringe Blitzdichte wies wie so oft der Vinschgau auf mit weniger als 2 Blitzeinschlägen pro Quadratmeter in Glurns. Die stärksten Gewitter samt Hagel gingen am 21. Juni im Etschtal nieder (STOL hat berichtet), am 5. Juli am Kalterer See (STOL hat berichtet) und am 4. August regnete es besonders heftig im Laaser Tal.

Kurzer Wintereinbruch am Wochenende

Ein markantes Ereignis der ganz anderen Art gab es am vergangenen Wochenende. Eine kräftige Kaltfront samt Genuatief sorgt für einen kurzen aber heftigen Wintereinbruch, bis selbst bis in einige Täler reichte. Am Sonntagmorgen was das Hochpustertal angezuckert, am Tag darauf folgte stellenweise Frost. Das letzte Mal Minusgrade im August gab es vor genau 20 Jahre, Ende August 1998.

Auch einen ersten Ausblick auf den Herbst gibt Landesmeteorologe Peterlin: „Das Wochenende wird nun tatsächlich herbstlich, zeitweise Regen und relativ kühl. Nächste Woche wird es aber wieder wärmer, zumindest vorübergehend.“

stol/lpa

stol