Freitag, 05. Juni 2020

Zu teure Masken: Apotheker in Bozen angezeigt

Weil ein Apotheker in seinen beiden Apotheken in Bozen Hunderte chirurgische Masken um 1,50 Euro pro Stück, statt zu dem vom Gesetz vorgeschriebenen Preis von 50 Cent plus Mehrwertsteuer, also 61 Cent, verkaufte, wurde er von der Finanzpolizei angezeigt.

Die Verpackung sollte den höheren Preis rechtfertigen.
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Die Verpackung sollte den höheren Preis rechtfertigen. - Foto: © Finanzpolizei
Nachdem etliche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind, führten die Finanzer eine genauere Kontrolle in den beiden Apotheken-Filialen des Mannes durch. Denn: Der Staat hat den Preis für chirurgische Masken auf 50 Cent (plus Mehrwertsteuer sind es 61 Cent) limitiert.

Der erste Blick – auch auf den Kassenbeleg – zeigte, dass sich der höhere Preis damit erklärte, dass die Differenz von 89 Cent für die Verpackung der Maske berechnet wurde. Obwohl es sich um eine wirklich sehr einfache Papiertüte handelte – war der Apotheker bis dato in Ordnung, der Betrag für die Maske von 61 Cent und jener für die Tüte von 89 Cent standen ordnungsgemäß auf dem Kassen-Beleg. Doch nach einer genaueren Überprüfung stellte sich heraus, dass dieser „Verpackungsaufschlag“ für jede einzelne Maske berechnet wurde, auch wenn mehrere Masken in nur einer Tüte steckten.


Kaufte also ein Kunde eine Zehner-Packung Masken, die nicht einzeln, sondern in nur einer Tüte verpackt waren, zahlte der Kunde nicht 89 Cent, sondern 8,90 Euro.

Mit dieser Masche verkaufte der Apotheker in den letzten Wochen Hunderte überteuerter Masken und verstieß spätestens ab der 2. Maske in der Tüte gegen das Gesetz, das den Maximalpreis von 61 Cent pro Maske in Coronazeiten vorsieht.

Er wurde auf freiem Fuße angezeigt.

vs