Dienstag, 17. August 2021

Österreich: Zug wird von Erdrutsch verschluckt

Eine neuerliche Gewitterfront mit Starkregen hat am gestrigen Montagabend auch in Österreich erneut für Murenabgänge und Überflutungen gesorgt – vor allem im Pinzgau und Pongau. In der Kleinstadt Vorderkrimml im Pinzgau wurde ein Zug von einem Erdrutsch verschluckt.

Im Pinzgau wurde aufgrund eines Erdrutsches ein ganzer Zug verschluckt.
Im Pinzgau wurde aufgrund eines Erdrutsches ein ganzer Zug verschluckt. - Foto: © APA / EXPA/JFK
Durch kräftige Gewitter in Österreich wurden Muren verursacht, die zu rund 500 Einsätzen mit 52 Feuerwehren und rund 1400 Feuerwehrleuten geführt haben. Auch an die 70 Wasserretter standen im Einsatz. Es gibt keine Vermissten oder Tote.

Unter anderem betroffen sind die beiden Gaue, Pinzgau und Pongau. Mehrere Straßen mussten wegen der Geröll-Lawinen gesperrt werden.

Die Ereignisse in Pinzgau

Für die besonders betroffene Gemeinde Wald im Pinzgau wurde ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres angefordert.

In Dienten im Pinzgau riss eine Mure einen Linienbus in den Dientenbach.




Die 2 Insassen konnten gerettet werden. Während der Rettungsaktion bemerkten die Helfer, dass noch ein Pkw im Bach lag. Laut Polizei konnte sich die 21-jährige Autofahrerin selbst befreien und ans Ufer retten. Alle 3 Personen wurden bei den Unfällen in Dienten verletzt, eine davon schwer.




Auch die Pinzgauer Lokalbahn ist von dem Unwetter, wie schon in der Vergangenheit, nicht verschont geblieben. Der Zug ist im Erdboden versunken und musste von Helfern freigelegt werden.




Weiterhin kursieren Hubschrauber, um die Lage zu erkunden. Die Aufräumungsarbeiten werden vermutlich noch Wochen dauern, wie auch die Schadenserhebungen.

stol/apa