Können Sie sich vorstellen, jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit durch eine große Baustelle für eine neue Bahntrasse fahren zu müssen? Wie das für die Villnösser aussehen wird, erfahren Sie hier.<BR /><BR /><BR />100 Frauen und Männer haben an der Bürgerversammlung der SVP-Ortsgruppe Teis teilgenommen. Im Mittelpunkt stand die Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel. Die Villnösser äußerten ihre Bedenken, dass die Bauarbeiten die Zufahrt ins Tal beeinträchtigen und die Züge auf der talüberquerenden Brücke Lärm verursachen werden. Auch den Wunsch nach einer Zughaltestelle deponierten sie.<BR /><BR />Bürgermeister Peter Pernthaler, SVP-Ortsobfrau Kathrin Leitner und Fraktionsvorsteher Alois Fischnaller begrüßten die Anwesenden. Darunter war auch Martin Ausserdorfer, Direktor der Brennerbasistunnelbeobachtungsstelle, der die Pläne der Zulaufstrecke vorstellte und auf die Bedenken der Bürger einging.<BR /><BR />Dabei wurde schnell klar, dass sich die Villnösser sorgen, dass die Bauarbeiten die Ein- und Ausfahrt ins Tal beeinträchtigen. Wie mehrmals berichtet, wird am Prader-Areal an der Einfahrt ins Villnößtal eine Baustelle für die Zulaufstrecke eingerichtet. Neben den Tunnels wird dort eine Brücke zur Überquerung des Eisacks gebaut.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="750824_image" /></div> <BR />„Es wird versucht, die Ein- und Ausfahrt ins Tal immer offen zu halten. Auch wenn nicht immer sämtliche Beeinträchtigung vermeidbar sein werden“, versprach Ausserdorfer. Vor allem während der Einrichtung der Baustelle könne es zu Störungen kommen, räumte Ausserdorfer ein. „Sobald die Arbeiten im Tunnel sind, wird es besser. So ist es derzeit auch in Mauls“, sagte Ausserdorfer. <BR /><BR />Die Bürger appellierten, dass das heutige Sträßchen, das zum Rondell vor der Autobahneinfahrt führt, unbedingt ausgebaut werden soll. Einige Bürger kritisierten auch, dass der Pendlerparkplatz bereits seit längerem gesperrt sei, obwohl die Arbeiten noch nicht begonnen haben. Einige äußerten Bedenken über die Lärmbelastung für Nafen und Untrum durch die Züge auf der Talüberqeurung. „Der Lärm auf dieser Brücke ist durch die Entwicklung nicht mit jenem der Albeinser Eisenbahnbrücke zu vergleichen“, betonte Ausserdorfer. Beim Bau werden die Gleise bereits auf ein Dämpfungssystem gelegt, der Lärmschutz werde höher gebaut als ursprünglich geplant und die Tunnelportale mit Lärm absolvierenden Material verkleidet. „Auch das Rollmaterial der Züge wird zunehmend leiser“, betonte Ausserdorfer. Garantien gibt es dafür aber keine.<BR /><BR />Ausserdorfer berichtete auch, dass derzeit noch mit den Bürgermeistern an den letzten Details der Zulaufstrecke gefeilt werde. Der Bau der Zulaufstrecke in Forch beginnt im Juni. „Es wird in Abschnitten gebaut und nicht gleichzeitg überall“, betonte er. <BR /><BR />Die Villnösser deponierten auch den Wunsch einer eigenen Zughaltestelle für Regionalzüge am Talausgang. „Nicht nur wir Villnösser, sondern auch die umliegenden Dörfer wie Feldthurns oder Gufidaun würden davon profitieren“, betonte Fischnaller. Die öffentlichen Busse müssten nur bis zur Haltestelle am Taleingang fahren, Fahrgäste könnten dort in die Bahn umsteigen.<BR /><BR />Pernthaler stellte die Projekte wie die Besucherlenkung vor.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="750827_image" /></div> <BR /><BR />Fischnaller gab einen Überblick über die Projekte für Teis. Dazu zählt die derzeitige Verlegung der Mittelspannleitung und die Anschlüsse von Häusern mit Strom, Wasser und Glasfaser. Zudem sei für mehr Sicherheit ein Gehsteig vom Buswendeplatz bis zum Dorf geplant. Die Bauleitplanänderung für das geplante Musik- und Chorprobelokal mit Jugendraum oberhalb der Kirche liegt beim Land zur Begutachtung. „Zudem planen wir derzeit die energetische Sanierung des Vereinshauses“, sagte Fischnaller. Die Arbeiten der Überdachung einiger Schützengräben soll im Sommer abgeschlossen sein. <BR /><BR />Kathrin Leitner kündigte die Dorfsäuberung am Samstag, 26. März, in Teis an.<BR />