Montag, 18. Juli 2016

Zugunglück in Italien: Noch 17 Verletzte im Krankenhaus

Nach dem schweren Bahnunglück mit 23 Toten am vergangenen Dienstag liegen noch 17 Personen in den Krankenhäusern der Region Apulien. Fünf Personen befinden sich noch in kritischem Zustand, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Bei dem Zugunglück in Apulien verloren 23 Menschen ihr Leben.
Bei dem Zugunglück in Apulien verloren 23 Menschen ihr Leben.

Inzwischen laufen die Ermittlungen zur Klärung der Ursachen des Unglücks auf Hochtouren. Der Bahnhof-Vorsteher der apulischen Stadt Andria, hat bei einer Befragung bestritten, das Register mit den Abfahrtszeiten der Züge nach dem schweren Bahnunglück nördlich von Bari vergangene Woche manipuliert zu haben.

Die Ermittler stellten fest, dass die im Register angegebene Startzeit des Zugs, der von Andria abgefahren war und mit einem aus der Ortschaft Corato entgegenkommenden Regionalzug frontal zusammengestoßen war, auf 10.58 Uhr korrigiert wurde. Welche Abfahrtszeit ursprünglich auf dem Papierregister angegeben war, konnte nach der Korrektur mit einem Kugelschreiber nicht festgestellt werden. Auch gegen den Bahnhof-Vorsteher von Corato wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Ermittelt wird gegen insgesamt sechs Personen, darunter drei Manager des apulischen Bahnbetreibers Ferrotramviaria. Angeklagt ist auch ein Zugführer, der das Unglück überlebte und verletzt im Krankenhaus liegt.

apa

stol