Sonntag, 12. Juli 2020

Zugunsten der Artenvielfalt: Bauern greifen später zur Mähmaschine

Es ist ein Interreg-Projekt, das Begeisterung bei den teilnehmenden Bauern geweckt hat und auch langfristig – weit über die Projektdauer hinaus – den Schutz der Wiesenvögel auf der Malser Haide ermöglichen will: Das Programm V-A Italien - Österreich 2014 – 2020, Nr. V7: „Wiesenbrüter in der Terra Raetica“, wofür die Gemeinde Mals die Trägerschaft übernommen hat.

Durch die spätere Mahd werden die Wiesenbrüter geschützt.
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Durch die spätere Mahd werden die Wiesenbrüter geschützt. - Foto: © Joachim Winkler
Gemeinsam mit der Gemeinde Galtür/A und in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Vogelschutz und Vogelkunde (AVK), der Schweizerischen Vogelwarte und dem Beratungsring Berglandwirtschaft (BRING) möchte das Projekt einen konkreten Schritt in Richtung Förderung der Artenvielfalt machen.

Die Malser Haide gilt trotz besorgniserregendem Rückgang von Wiesenbrütern in Südtirol auch heute noch als wichtiges Brutgebiet für die Feldlerche, das Braunkehlchen, die Wachtel oder den Wachtelkönig.

20 Bauern aus den Gemeinden Mals und Graun unterstützen ab diesem Sommer diese Arten, indem sie ihre Wiesen deutlich später mähen, um dadurch die Aufzucht der Jungen zu ermöglichen. Die derzeitige Freiwilligkeit der teilnehmenden Bauern könnte sich in den kommenden Jahren auszahlen: Gemeinsam mit dem Beratungsring BRING erarbeiten die Beteiligten ein Modell, das die Grundlage für ökologische Ausgleichszahlungen darstellen soll.

Die Mitarbeiter sehen in diesem grenzüberschreitenden Projekt einen Schritt in die richtige Richtung: „Die freiwillige Teilnahme der Bauern in diesem Jahr ist ein wichtiger Impuls und ein deutliches Zeichen, dass diesen Bauern die Artenvielfalt am Herzen liegt. Langfristig braucht es ein konsequentes Anwenden ökologischer Ausfallszahlungen, um den Schutz der Wiesenvögel zu gewährleisten. Für den Bestand der Feldlerche in Südtirol ist die Malser Haide als Brutplatz unabdingbar“.

stol