Dienstag, 14. April 2015

Zuhälterring: Bandenmitglieder aus Haft entlassen

Eine Bande von Rumänen hat in Bozen den größten Teil des Straßenstrichs kontrolliert. Am Montag wurden fünf der 19 festgenommenen Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen. Sie streben einen gerichtlichen Vergleich an.

Das Foto zeigt die Rumänen auf den Treppen des Bozner Bahnhofs. Foto: Carabinieri/DLife
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Das Foto zeigt die Rumänen auf den Treppen des Bozner Bahnhofs. Foto: Carabinieri/DLife

Mit einem personellen Großaufgebot von rund 200 Mann haben die Carabinieri am 1. April einen rumänischen Zuhälterring gesprengt. Der rumänischen kriminellen Organisation wird vorgeworfen, junge Frauen als Prostituierte für den norditalienischen Markt „angeworben“ und „betreut“ zu haben (STOL hat berichtet).

19 Festnahmen - 5 streben Vergleich an

Von den 26 ausgestellten Haftbefehlen wurden damals 19 ausgeführt. Bei den Verhafteten handelt es sich ausnahmslos um Rumänen, die sich in Italien ohne festen Wohnsitz aufhielten.

Für drei Frauen und zwei Männer öffneten sich am Montag die Gefängnistore. Sie hatten über ihre Verteidiger mitteilen lassen, dass sie einem gerichtlichen Vergleich zustimmen würden und wurden aus der Untersuchungshaft entlassen.

Rund 45 Prostituierte in drei Zonen in Bozen eingesetzt

Der Zuhälterring konzentrierte seine Geschäfte in Bozen auf drei Zonen: Am Bahnhof, in der Rittnerstraße und am Bozner Boden. Pro Zone wurden rund 15 Frauen zum Anschaffen geschickt. Die Prostituierten standen stets unter Beobachtung ihrer Zuhälter und mussten das erarbeitete Geld abgeben, sobald der Freier weg war.

Brachte eine der Frauen nicht die gewünschten Ergebnisse, wurde sie durch eine "Neue" ersetzt.

Hauptquartier auf den Treppen des Bozner Bahnhofs

Das "Hauptquartier" des Zuhälterrings habe sich, so die Carabinieri, auf den Treppen des Bozner Bahnhofs befunden. Das Oberhaupt, das in Turin sitzen soll, konnte sich durch Flucht der Festnahme entziehen.

stol/cu/ker

stol