Gemeinsam mit mehreren Freundinnen war die Italienerin nach Mykonos gereist, um ihren bevorstehenden großen Tag zu feiern. Nach ersten Erkenntnissen der griechischen Behörden ereignete sich in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos. Für Sara Ceccantini kam jede Hilfe zu spät. Eine Freundin, die mit ihr im Fahrzeug unterwegs war, wurde schwer verletzt und kämpft derzeit im Krankenhaus um ihr Leben.<BR /><BR />Besonders tragisch ist der Zeitpunkt des Unglücks. Bereits an diesem Samstag wollte die 37-Jährige ihren langjährigen Lebensgefährten heiraten. Das Paar lebte gemeinsam in Terranuova Bracciolini in der Provinz Arezzo und hatte eine dreijährige Tochter.<h3> Vorfreude war groß</h3>Laut Freunden und Angehörigen war die Vorfreude bei Sara und ihrem Bräutigam groß. Ihr Partner hatte ihr in den sozialen Netzwerken eine bewegende Geburtstagsbotschaft gewidmet. Darin schrieb er, dass sie sein Leben „einzigartig und wunderschön“ macht – Worte, die nach ihrem plötzlichen Tod nun besonders berühren.<BR /><BR />Die Nachricht von dem Unglück verbreitete sich am Dienstagmorgen rasch in ihrer Heimatregion und löste große Bestürzung aus. Auch die Gemeinde San Giovanni Valdarno meldete sich öffentlich zu Wort. In einer Beileidsbekundung würdigte sie Sara als geschätzte junge Frau und angesehene Berufstätige. Zugleich erinnerte die Gemeinde daran, dass sie nur wenige Tage später vor den Traualtar hätte treten sollen.<h3> Arbeitgeber ließ Produktion vorübergehend einstellen</h3>Tiefe Trauer herrscht auch an ihrem Arbeitsplatz. Sara Ceccantini arbeitete am Prada-Standort in Valvigna, einer der wichtigsten Produktionsstätten des Unternehmens für Lederwaren und Accessoires in der Toskana. Als die Nachricht von ihrem Tod bekannt wurde, entschied die Unternehmensleitung, die Produktion vorübergehend einzustellen und den Betrieb aus Respekt und Trauer zu schließen. Nach Berichten italienischer Medien soll die Entscheidung persönlich von Patrizio Bertelli, dem Unternehmer und Mitinhaber der Prada-Gruppe, getroffen worden sein. Für die mehr als tausend Mitarbeiter des Werks kam die Nachricht völlig überraschend.<BR /><BR />Während die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf Mykonos andauern, herrschen in der Heimat von Sara Ceccantini vor allem Trauer und Fassungslosigkeit. Statt Hochzeit zu feiern, müssen die kleine Tochter, ihr Partner, Angehörige, Freunde und Kollegen nun Abschied von einer Frau nehmen, deren Leben auf tragische Weise viel zu früh endete.