Freitag, 28. Februar 2020

Zukunftsplanung: Bürger haben in Bozen Mitspracherecht

Das Projekt „MyBZ – Bozen in Bewegung“ zur Findung der urbanen Identität und zur Definition eines Entwicklungsplans der Stadt Bozen geht weiter. Prof. Harald Pechlaner und sein Team berichten dem Bürgermeister Caramaschi und Stadtrat Konder über den aktuellen Stand des Projektes.

Im Bild: Bürgermeister Caramaschi und Stadtrat Konder bei einem gemeinsamen Treffen mit Prof. Harald Pechlaner  und seinem Team.
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Im Bild: Bürgermeister Caramaschi und Stadtrat Konder bei einem gemeinsamen Treffen mit Prof. Harald Pechlaner und seinem Team.
Etwa 400 Personen haben sich bereits in vielfältiger Art und Weise am Projekt „MyBZ – Bozen in Bewegung“ beteiligt, welches das Center for Advanced Studies von Eurac Research im Auftrag der Stadtgemeinde Bozen durchführt.

Interessierte Einwohner und Pendler sowie Gäste sind eingeladen, ihre Meinung kundzutun und mitzuentscheiden, in welche Richtung sich die Stadt bis im Jahr 2030 entwickeln soll.

In mehreren Arbeitskreisen mit Bürgern wurden die Themen Lebensqualität, Gemeinschaft, Technologie, Digitalisierung, Mobilität, Wirtschaften sowie Erlebnis und Freizeit diskutiert. Außerdem hat es ein gut besuchtes Treffen mit den Vertretern verschiedener Vereine, Interessenvertretungen und Körperschaften gegeben.

Die Inputs der Bürger


Vor kurzem haben die Forscher von Eurac Research dem Bürgermeister und dem Wirtschaftsstadtrat einen Einblick in die gewonnenen Daten gegeben. „Die Studie lebt von den Inputs der Bürger“, sagen Caramaschi und Konder, „ weshalb wir herzlich dazu einladen, sich mit Meinungen und Vorschlägen zu beteiligen“.

Ohne die Ergebnisse vorweg zunehmen, betonte schon zum jetzigem Zeitpunkt das Forscherteam des Center for Advanced Studies anhand der gewonnenen Daten, dass sich die Stadt Bozen ganz besonders durch ihre Komplexität, ihre Vielfalt und ihre Kontraste auszeichnet.

„Tradition und Moderne fließen in Bozen ineinander. Vergangenheit und Gegenwart der Stadt sind untrennbar miteinander verbunden und sind auch für die zukünftige Entwicklung von großer Relevanz“, sind die Eurac Wissenschaftler überzeugt.

Ziel von „MyBZ – Bozen in Bewegung“ ist es, die urbane Identität beziehungsweise die Identitäten der Stadt herauszufiltern und anschließend in einen Entwicklungsplan für die Stadt zu übersetzen. Die urbane Identität ist eine wertvolle Ressource, die insbesondere der öffentlichen Verwaltung Inspiration sein kann, wenn es darum geht, neue Innovationen im Stadtgebiet auf den Weg zu bringen und dazu beizutragen, die Identitäten der Stadt und ihrer Viertel zu stärken und aufzuwerten.

Die App „MyBZ“


Bis Ende März können sich alle Interessierten, denen die Entwicklung Bozens am Herzen liegt, seien es Einwohnerinnen und Einwohner, Pendlerinnen und Pendler oder auch Touristen am Projekt beteiligen und zwar über eine eigens entwickelte App. Die App „MyBZ„ ist bei Google Play und im App Store kostenlos verfügbar und enthält einen innovativen Fragebogen. Ziel ist es außerdem, zu analysieren, wie die Stadt Bozen erlebt wird sowie die Bewegungen innerhalb der Stadt zu erfassen.



stol