„Unser Angehöriger befand sich auf einem Plateau, auf dem eine Sicherung nicht möglich war.“ Und weiter: „Davor haben wir die Woche über und explizit Stunden vorher den Wetterbericht gecheckt und die Verhältnisse beobachtet. Wir haben uns besprochen und sind uns einig geworden das das Wetter für einen Aufstieg akzeptabel ist und kaum besser werden könnte. <BR /><BR />Wir sind so früh unter anderem los da wir in den Tag rein laufen wollten um genug Zeit als Puffer zu haben, wenn unsere Zeit Kalkulation nicht hinhaut. Alles in allem bis auf den Gipfel habe ich 8-12 Stunden geschätzt. Wir kamen recht gut voran. Wir haben auch stündlich bis 1 1/2 stündlich unsere Buddy Checks gemacht, sprich wir haben was gegessen, getrunken und geredet wie es uns geht bzw. Ob wir sagen das wir wieder absteigen weil wir nicht mehr können (sobald einer auch nur ein ernstes Zeichen dafür angezeigt hätte, hätte es einen Abbruch gegeben). <BR /><BR />Wie die Stunden zuvor haben wir uns nach 1-2 Stunden immer abgewechselt mit dem Anführen des Aufstiegs. Nach kurzer Zeit kamen wir wieder an eine Stelle wo die Drahtseil Sicherung aufhörte und man ca. 4-6 Meter ohne Sicherung bis zur nächsten Drahtseil Sicherung laufen musste.<BR /><BR />L. hatte sich mit mir an dem Ende der letzten Sicherung positioniert und ich bin vor gelaufen bis zur Sicherung. Ich gab ihm das Okay, dass ich gesichert war und bin weiter aufgestiegen. Nach ca. 10 Höhenmetern habe ich mich umgedreht und da sah ich ihn gerade am Anfang der nicht Seil versicherten Passage. Da wo ich am Klettern war, ist es sehr steil (ca. 60-70 Grad) und man hatte sein Blick nicht nach oben, sondern eher auf den Füßen um zu schauen wo man hin tritt und wie man seinen nächsten Schritt ausführt. <BR /><BR />Nach weiteren 5 m drehte ich mich um und sah das er in der Mitte war. Ich habe meinen Aufstieg fortgesetzt als ich nach ein paar weiteren Metern plötzlich Schnee vor meinen Füßen angerutscht kommen sah. <BR /><BR />In diesem Moment schreie ich ,Lawine„ und wurde sofort mitgerissen und unter das Stahlseil gedrückt sodass meine Sicherung teilweise auslöste und ich mit meinem Oberkörper zwischen Stahlseil und Fels eingeklemmt war. <BR /><BR />L. war zu jeder Zeit als es möglich war mit seinem Klettersteig-Set gesichert und er hätte niemals eine Sicherung ausgelassen, wenn eine vorhanden war. Wir beide waren für die Tour bestens ausgerüstet und hätten die Tour niemals begangen, wenn wir nicht die erforderliche Ausrüstung sowie Kenntnisse besessen hätten.