Donnerstag, 09. November 2017

Zuviel Rotwild im Nationalpark: Heute beginnen die Abschüsse

Hirsche sind gut und recht, aber zu viel Hirsche, da sieht man rot. Im Nationalpark Stilfserjoch jedenfalls muss gegengesteuert werden. Im Zeitraum von 5 Jahren ab jetzt sollen so viele Tiere entnommen werden, um die Situation zu entschärfen.

Die Rotwilddichte im Nationalpark Stilfserjoch soll reguliert werden: Dafür wurde ein 5-Jahres-Plan erarbeitet.
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Die Rotwilddichte im Nationalpark Stilfserjoch soll reguliert werden: Dafür wurde ein 5-Jahres-Plan erarbeitet.

"Ziel des 5-Jahres-Plans ist es, die Reduktion der Rothirsch-Population zu erreichen und damit das aus den Fugen geratene ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und Schäden in der Land- und Forstwirtschaft vorzubeugen", erklärt Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch.

Daher wurde von einer Experten-Kommission ein 5-Jahres-Plan (2017– 2021) zum Schutz und zum Management des Rothirschs im Südtiroler Anteil des Nationalparks Stilfserjoch erarbeitet.

"Das Rothirschprogramm ermöglicht eine geregelte Entnahme. Das hat mit herkömmlicher Jagd nichts zu tun, es handelt sich um Maßnahmen zur Verringerung der Population. Wichtig ist uns zudem, die Kontinuität in der Handhabung des Wildmanagements zu gewährleisten", betont Landesrat Richard Theiner, in dessen Zuständigkeit der Nationalpark Stilfserjoch fällt. 

Das Rothirschprogramm 2017-2021 wurde vom Gesamtstaatlichen Institut für Umweltschutz und Umweltforschung ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca ambientale) begutachtet und für die Entnahmeperiode 2017/2018 mit Auflagen gutgeheißen.
Nach der Genehmigung durch die Landesregierung am 31. Oktober wurde der 5-Jahres-Plan zum Schutz und zum Management des Rothirsches am Dienstag dieser Woche (7. November) im Amtsblatt der Region veröffentlicht. Am darauffolgenden Tag haben die diesjährigen Rothirschentnahmen begonnen, die bis 20. Dezember möglich sind.

stol

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