Dienstag, 28. November 2017

Zwei “blutrote Bankln” gegen Gewalt an Frauen

Zwei Bänke in blutroter Farbe stehen nun in Leifers. Sie sollen alle Passanten an die Frauen erinnern, die Opfer von Gewalttaten wurden und sind.

Die blutroten Bänke.
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Die blutroten Bänke.

Anlässlich des „Tages gegen Gewalt an Frauen“, hat das Komitee für Chancengleichheit von Leifers zwei Bänke der Stadt rot eingefärbt – als Symbol für den Kampf gegen Femizid und der Geschlechtergewalt. „So wie viele andere italienische Gemeinden, haben wir auch die Bänke mit blutroter Farbe bestrichen, damit alle Passanten an die Frauen, die Opfer von Gewalttaten sind, gedenken können. – erklärte die Präsidentin des Komitees Patrizia Daidone – Der Weg ist noch sehr lang.“

Das beweisen auch die Daten, die von der Präsidentin Gea vorgetragen wurden: „In den letzten zehn Monaten, haben sich 150 Frauen zum ersten Mal an die Kontaktstelle gegen Gewalt gewendet, 24 davon wurden im Frauenhaus untergebracht. Im Jahr 2016 haben wir Beratungsdienste für 560 Frauen aufgezeichnet. Der gefährlichste Ort für Frauen ist nicht die Straße, sondern ihr eigenes Zuhause.“

Das war auch für die Polizeikräfte eine Gelegenheit, um einen Aufruf zu starten: „Oft denkt man, dass die Liebe die Gewalt übertreffen kann, aber so ist es nicht. – betonten der Polizeidirektor und der Kommandant der Carabinieri – In den meisten Fällen wächst die Gewalt über die Jahre, deshalb fordern wir auf jegliche Missbräuche, nicht nur körperliche, sofort an Polizei oder Vereine zu melden“.

Die zwei „Bankln“ wurden von den Künstlerinnen Patrizia Mair Barbato, Miriam Fedrizzi und Carla Battisti realisiert und wurden bei einer Zeremonie in der Weißensteinerstraße eröffnet.

Daran teilgenommen haben der Bürgermeister von Leifers Christian Bianchi, der Vizebürgermeister Giovanni Seppi und die Gemeindereferenten, der Polizeidirektor Giuseppe Racca, der Kommandant der Carabinieri von Bozen Stefano Paolucci, der Vizepräsident der Provinz Christian Tommasini, die Präsidentin von Gea Gabriella Kustatscher, die Bürgermeisterin von Branzoll Giorgia Mongillo und die Vertreter des Komitees für Chancengleichheit. 

Die Initiative wurde in den letzten Tagen auch von Aktionen mit Händler von Leifers begleitet, welche ihre Geschäfte und Vitrinen rot eingefärbt und mit Ballons mit der Aufschrift „Stop the violence“ geschmückt haben.

stol

stol