Nach Angaben der Regionalbehörden hatten die beiden italienischen Entwicklungshelfer mehrere Monate in Uganda gearbeitet und waren über Addis Abeba nach Mailand zurückgekehrt. Kurz nach der Rückkehr traten teils schwere Symptome auf, darunter hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie neurologische Beschwerden bei der Frau.<BR /><BR /> Gesundheitsbehörden betonen, dass auch andere Erkrankungen wie Malaria als Ursache infrage kommen. „Die Symptome könnten auch auf andere Infektionen hinweisen“, erklärte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Guido Bertolaso. Eine Ebola-Infektion könne derzeit jedoch nicht ausgeschlossen werden.<BR /><BR />Die beiden Patienten wurden in getrennten Ambulanzfahrzeugen in das Infektionskrankenhaus gebracht und in Isolationszimmern untergebracht. Auch ihre Kontaktpersonen stehen unter vorsorglicher häuslicher Quarantäne. Die Behörden prüfen zudem die Flugrouten und Kontakte der Rückkehrer.<BR /><BR />Im Falle eines bestätigten Ebola-Falls wäre ein Transfer in das hochspezialisierte „Spallanzani“-Institut in Rom vorgesehen. Dort werden in Italien schwerste Infektionskrankheiten behandelt. Kontaktpersonen müssten anschließend 21 Tage lang isoliert werden, der typischen Inkubationszeit des Virus. <BR /><BR />Die Testergebnisse werden mit Spannung erwartet, da Ebola als hochgefährliche Infektionskrankheit gilt, die sich über Körperflüssigkeiten überträgt. Laut Behörden laufen die Untersuchungen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. <BR /><BR />Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verzeichnen die Gesundheitsbehörden einen weiteren Anstieg der Infektionen. Inzwischen seien mehr als 900 Verdachtsfälle registriert worden, teilte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Sonntag mit. Darunter seien 101 bestätigte Erkrankungen. Erst am Freitag hatte die WHO das Risiko einer nationalen Ausbreitung des Virus im Kongo auf die Stufe „sehr hoch“ angehoben.<BR /><BR /> Die Eindämmung der Seuche gestaltet sich schwierig, da es für den aktuellen Virus-Stamm laut WHO weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine etablierte Behandlung gibt. Das Virus hat sich bereits über die Landesgrenzen hinaus ausgebreitet. Im Nachbarland Uganda stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle am Wochenende auf fünf. Auch internationale Helfer sind betroffen.