Für ihre exzellenten Abschlussarbeiten wurden sie dank des Förderpreises der Hypo Tirol Bank mit jeweils 2.000 Euro unterstützt. <BR /><BR />Das Reinbeißen in die Materie hat sich gelohnt, die umfassende Vertiefung einer klar umrissenen Thematik hat überzeugende Ergebnisse hervorgebracht. Nicht von jeder Dissertation lässt sich dies behaupten, sehr wohl aber von den PhD-Abschlussarbeiten von Pia Tscholl und Martin Dalvai Ragnoli. <BR /><BR />Nachdem die beiden Südtiroler im vergangenen Jahr ihr Studium mit einer exzellenten Dissertation abgeschlossen hatten, gab es kürzlich den Ritterschlag in Form des „Hypo Tirol Bank Dissertationspreises an der Universität Innsbruck“. <BR /><BR />Insgesamt wird hierbei eine Fördersumme von 20.000 Euro für zehn Forscher ausgelobt, wobei jede prämierte Arbeit mit 2.000 Euro unterstützt wird. Die Themenpalette ist breit gestreut und erstreckt sich von technischen und naturwissenschaftlichen Fächern bis hin zu den Geisteswissenschaften. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317477_image" /></div> <BR />Die Vinschgerin Pia Tscholl widmete sich in ihrer Dissertation den hohen Abbruchquoten von Studienanfängern in MINT-Fächern, wobei sie sich sowohl mit fachlichen als auch mit persönlichen Aspekten auseinandersetzte. Schwerpunktmäßig ergründete Pia Tscholl in ihrer Arbeit auch das mathematische Selbstkonzept bzw. den Studienerfolg in den MINT-Fächern und benannte geschlechtergerechte Forschung als zentrales Kriterium. Das schwächer ausgeprägte mathematische Selbstkonzept von Mädchen verstärke letztlich „nicht nur den Fachkräftemangel, sondern beeinflusst auch das Innovationspotenzial einer divers aufgestellten MINT-Community“, heißt es in der Zusammenfassung. <BR /><BR />Unterm Strich kommt Pia Tscholl, die nach ihrer Matura am Kunstgymnasium in Meran in Innsbruck in Mathematik mit Schwerpunkt Mathematikdidaktik promovierte, zum Schluss: „Eine ganzheitliche Förderung der Studierfähigkeit ist entscheidend, um MINT-Erfolg, Wirtschaftsstärke und Geschlechtergerechtigkeit nachhaltig zu sichern.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317480_image" /></div> <BR /><BR />Martin David Ragnoli studierte Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Graz mit Schwerpunkten in Prozess- und Umwelttechnik. Anschließend verschlug es den Bozner nach Innsbruck, wo er sein Doktoratsstudium machte. In seiner Dissertation untersuchte er den Einfluss von Süßwasser-Ökosystemen auf den Kohlenstoffkreislauf bzw. die atmosphärischen Treibhausgase. <BR /><BR />So widmete sich der Ökologe, in seiner Freizeit begeisterter Kajakfahrer, in einem gesonderten Kapitel erstmals THG-Emissionen von Gletscherbächen in den Alpen. <BR /><BR />Mit dem Preis will man den akademischen Nachwuchs fördern und den Standort Tirol stärken.