Hochbetrieb für die Rettungskräfte im Ortlergebiet: Zweimal innerhalb kurzer Zeit musste die Bergrettung Sulden in den frühesten Dienstag-Morgenstunden zu Bergungsaktionen in der Ortler-Nordwand aufbrechen.Von Eisbrocken getroffen und 400 Meter abgestürztDer zweite, folgenschwerere Einsatz begann gegen 6.30 Uhr. Zwei Mitglieder einer Dreierseilschaft waren von herabstürzenden Eisbrocken getroffen worden. Einer der Bergsteiger aus Österreich stürzte daraufhin etwa 400 Meter ab, 200 Meter über steiles Gelände und weitere 200 Meter über einen flacheren Auslauf. Der andere Bergsteiger hatte "nur" eine Fleischwunde erlitten. Sechs Suldner CNSAS-Bergretter unter der Leitung von Olaf Reinstadler waren umgehend zu Fuß aufgebrochen und auch der Rettungshubschrauber Pelikan 1 startete bei Tagesanbruch Richtung Vinschgau.Der Abgestürzte wurde inzwischen von anderen Kletterern bald gefunden. Er hatte eine Polytrauma erlitten und war unterkühlt, war aber auch ansprechbar.Er wurde kurz darauf von den Bergrettern erstversorgt und mittels Hubschrauber-Seilwinde geborgen. Danach wurde der Österreicher, der Kopfverletzungen und mehrere Brüche erlitten hatte, gegen 8.45 Uhr ins Bozner Krankenhaus geflogen.Zweiter Einsatz innerhalb weniger StundenBereits mitten in der Nacht, um 3.30 Uhr, waren die Suldner Bergretter schon einmal zur Ortler-Nordwand gerufen worden. Ein Mitglied einer Dreierseilschaft war beim Aufstieg etwa 100 Meter abgestürzt. Der Deutsche hatte aber Glück und hat sich dabei nur Prellungen und Abschürfungen zugezogen.Den Bergrettern gelang es bald, den Mann und seine zwei Bergkameraden zu finden.Der Verunglückte wurde verarztet, konnte aber selbst mit den Bergrettern ins Tal absteigen, wo er noch aufgepäppelt wurde und den Heimweg antrat.stol/ds