Das Jubiläum 2025 wird als Heiliges Jahr mit zwei Päpsten in Erinnerung bleiben. Papst Franziskus, der das „Jubiläum der Hoffnung“ ausgerufen hatte, erlebte dessen Abschluss nicht mehr. Er starb im April nach monatelanger Krankheit. Trotz seines Todes, der Trauerfeierlichkeiten und des anschließenden Konklaves wurde das Jubiläum ohne Unterbrechung fortgeführt. Franziskus' Nachfolger Leo XIV. setzte die Feierlichkeiten fort und verlieh ihnen eigene Akzente, insbesondere mit einem Schwerpunkt auf Frieden und Versöhnung.<h3> Zusammenspiel zwischen Vatikan, italienischer Regierung und Stadt Rom</h3>Beobachter werten das Jubiläum als eindrucksvollen Beleg für das internationale Ansehen Roms als „Stadt des Friedens“. Als zentraler Erfolgsfaktor galt das enge Zusammenspiel zwischen Vatikan, italienischer Regierung und der Stadt Rom, das reibungslose Abläufe ermöglichte. Großveranstaltungen mit Hunderttausenden Teilnehmern, Pilgerzüge zum Petersdom, internationale Jugendtreffen sowie zahlreiche thematische Zusammenkünfte für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen prägten das Heilige Jahr.<BR /><BR />Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2025 war das Weltjugendtreffen im August auf dem Universitätsgelände Tor Vergata, bei dem Papst Leo XIV. vor einer riesigen Menschenmenge sprach. Für die technische Infrastruktur wurden hunderte Audio- und Videotürme installiert. Auch thematische Jubiläen – unter anderem für Ehrenamtliche, Lehrkräfte, Kranke, Sportler, Migranten und Gefangene – stießen auf große Resonanz.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253526_image" /></div> <BR /><BR />Ein weiteres herausragendes Ereignis war die Heiligsprechung des „Cyber-Apostels“ Carlo Acutis (1991-2006) im September. An der Messe mit Papst Leo XIV. nahmen 36 Kardinäle, 270 Bischöfe und mehr als 1.700 Priester aus aller Welt teil. Acutis hatte zu Lebzeiten eine Online-Datenbank zu eucharistischen Wundern aufgebaut und gilt als Pionier der digitalen Glaubensverkündigung. Er betreute die Internetseite seiner Pfarrei und entwickelte ein Rosenkranz-Programm für den Computer. Am 12. Oktober 2006 starb er an Leukämie. Kurz darauf begann sein Weg zur Heiligsprechung. Sein Grab in der Wallfahrtskirche Santa Maria Maggiore in Assisi zieht bis heute zahlreiche Pilger an – im vergangenen Jahr rund eine Million, darunter viele Schulklassen.<BR /><BR />Blick richtet sich nun auf die kommenden Großereignisse im Vatikan<BR />Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Großereignisse im Vatikan. Leo XIV. hat für den 7. und 8. Jänner 2026 das erste außerordentliche Konsistorium seines Pontifikats einberufen. Gemeinsam mit den Kardinälen will er über Herausforderungen, Probleme und dringende Aufgaben der Kirche beraten. 2026 stehen zudem die Feiern zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi, des Schutzpatrons Italiens, an. Das italienische Parlament beschloss, den 4. Oktober wieder als staatlichen Feiertag einzuführen.<BR /><BR />Das nächste Heilige Jahr der katholischen Kirche ist 2033 vorgesehen. Dann begeht die Christenheit den 2000. Jahrestag des Todes Christi. Die Vorbereitungen sollen frühzeitig beginnen. Ein Jubiläum müsse mindestens fünf Jahre im Voraus geplant werden, betonte Erzbischof Rino Fisichella, der bereits die letzten Heiligen Jahre mitorganisiert hat. Das Jahr 2033 sei in seiner Bedeutung mit dem Millennium zum 2000. Geburtstag Jesu Christi vergleichbar – es habe eine große Relevanz, nicht nur für Christen, sondern für die gesamte Menschheit.