Sonntag, 30. August 2015

Zwei schwere Bergunfälle am Sonntag

Das letzte heiße Sommerwochenende hat zahlreiche Wanderer und Kletterer in die Berge gelockt. Dabei ist es zu zwei schweren Unfällen gekommen, sowohl im Pustertal als auch in Gröden.

Am Sonntag kam es zu gleich zwei schweren Bergunfällen in Südtirol.
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Am Sonntag kam es zu gleich zwei schweren Bergunfällen in Südtirol. - Foto: © shutterstock

Der erste Unfall hat sich gegen 11.30 Uhr am Peitlerkofel bei St. Martin in Thurn ereignet: Ein Kletterer stürzte an der Nordwand ab und zog sich schwere Verletzungen zu.

Der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites barg die Person und brachte sie in Bozner Krankenhaus.

Person stürzt ins Seil - "Hatte viel Glück"

Mehr Glück hatte ein Kletterer in Gröden: Der Mann aus dem Stubaital in Nordtirol war mit einem Bekannten auf der Karl-Unterkircher-Route nahe der Steviahütte unterwegs, als er gegen 13 Uhr zu Fall kam und 20 bis 30 Meter ins Seil stürzte.

Dabei zog sich der Mann eine offene Unterschenkel-Fraktur zu. Der Bekannte, der mit dem Gestürzten im Seil ging, ließ seinen Kameraden bis zum Einstieg des Steiges ab, wo sie auf die alarmierten Rettungsmannschaften warteten.

Der Rettungshubschrauber Pelikan 1 machte sich gemeinsam mit den Männern der Bergrettung Gröden zum Unfallort auf und versorgten den Mann, der ins Bozner Krankenhaus geflogen wurde. Währenddessen begleitete die Bergrettung den Bekannten zu Fuß ins Tal.

"Der Mann hat viel Glück gehabt", berichtet ein Mann der Bergrettung, der vor Ort war, im Gespräch mit STOL. "Viele gehen die Route, ohne sich mit einem Seil zu sichern. Dieses ist aber absolut notwendig!"

stol

stol