Sonntag, 22. Januar 2017

Zwei Tote bei zwei Lawinenabgängen in Salzburg

Bei zwei Lawinenabgängen in Salzburg sind am Sonntag zwei Personen ums Leben gekommen. Im Wildgerlostal bei Krimml starben zwei tschechische Schneeschuhwanderer, am Pfeifferköpfl bei Bramberg erlitt ein Variantenfahrer schwere Verletzungen. Am Nachmittag wurde die Bergrettung zu einem weiteren Einsatz gerufen: Zwischen Großarl und Bad Hofgastein wurde vermutlich eine Person verschüttet.

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Archivbild - Foto: © shutterstock

Im Wildgerlostal bei Krimml waren vier tschechische Schneeschuhwanderer ohne Notfallausrüstung unterwegs. Als sie sich gerade unterhalb der Zittauer Hütte befanden, wurden sie von einer Lawine, die vermutlich durch Selbstauslösung abgegangen ist, verschüttet.

Zwei der Männer konnten sich selbst befreien. Sie begannen einen dritten auszugraben und zu reanimieren. Die Bergrettung musste sich zuerst aus einem Hubschrauber einen Überblick verschaffen, wo genau sich die Unglücksstelle befand. Als die Retter bei den Tschechen eintrafen, wurde noch der vierte Schneeschuhwanderer vermisst. Auch er wurde schließlich geortet und man versuchte, ihn zu reanimieren. Für die beiden Verschütteten, die offenbar keine Atemhöhle gehabt hatten, kam aber jede Hilfe zu spät.

Am Pfeifferköpfl bei Bramberg forderte eine Lawine einen Schwerverletzten. Vier Einheimische waren dort auf einer Variantenabfahrt unterwegs und dürften dabei eine Lawine ausgelöst haben. Ein Mann wurde verschüttet. 

Am Nachmittag wurde die Bergrettung zu einem weiteren Einsatz im Gebiet zwischen Großarl und Bad Hofgastein gerufen. Dort soll eine Person von einer Lawine verschüttet worden sein. Details waren aber vorerst nicht bekannt.

apa

stol