Montag, 05. Januar 2015

Zwei Tote nach Lawinenabgang in Sölden

Die beiden Skifahrer dürften am Montagvormittag ein Schneebrett selbst ausgelöst haben.

Foto: © shutterstock

Die beiden nach einem Lawinenunglück kurz nach 10 Uhr oberhalb von Sölden im Nordtziroler Ötztal vermissten Skifahrer konnten von den Einsatzkräften zu Mittag nur noch tot geborgen werden. Dies teilte die Polizei der APA mit.

Die nach ersten Informationen US-Amerikaner waren von einem Ziehweg in einen Steilhang eingefahren und hatten die Schneemassen offenbar selbst ausgelöst. Sie wurden von den Bergrettern in drei bzw. vier Metern Tiefe geortet und geborgen. Jede Hilfe kam zu spät. 

Die Touristen waren zunächst auf den 3.056 Meter hohen Gaislachkogel aufgefahren. Bei ihrer Abfahrt verließen sie den gesicherten Skiraum und wollten vermutlich in Richtung Rettenbachtal.

Der Lawinenkegel wurde von Bergrettern als „riesig“ beschrieben. Teile der Schneemassen gingen bis zu der wegen Lawinengefahr gesperrten „Piste 30“ ab, auf der es am Montag keinen Skibetrieb gab. Im Einsatz standen rund 60 Bergretter, Alpinpolizei und Suchhunde.

Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei amerikanische C-Kader-Läufer. Das hat Patrick Riml, der Söldener Alpinchef des US-amerikanischen Ski-Teams, am Montag beim Weltcup in Zagreb bestätigt.

„Leider Gottes hat es an die 45 Minuten gedauert, bis man sie in dreieinhalb bis vier Meter Tiefe gefunden hat“, sagte Riml. Den US-Läufern wird der Start am Dienstag beim Weltcup-Slalom in Zagreb frei gestellt.

Noch ein Verschütteter

In den Mittagsstunden hat es im Hinteren Ötztal dann einen weiteren Verschütteten gegeben. Nach Angaben der Polizei überlebte der Skitourengeher das Unglück. 

In dem Gebiet herrschte am Montag die Lawinenstufe 3 der fünfteiligen Gefahrenskala.

apa

stol