<h3> „Ein schwerwiegendes und absolut inakzeptables Verhalten“</h3>Nach Angaben des Sanitätsbetriebs erfüllen die Mitarbeitenden damit nicht mehr die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Anstellung im öffentlichen Gesundheitswesen. „Es handelt sich um ein schwerwiegendes und absolut inakzeptables Verhalten“, heißt es in einer Stellungnahme.<h3> „Schwierig, zweisprachiges Gesundheitspersonal zu finden“</h3>Die Pflicht zum Zweisprachigkeitsnachweis sei nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch für die Patientenversorgung unverzichtbar. „Patientinnen und Patienten haben das Recht, in ihrer Muttersprache behandelt zu werden. Auch die Qualität der Betreuung hängt eng damit zusammen, sich in der eigenen Sprache ausdrücken zu können“, betont die Betriebsdirektion.<BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/gefaelschte-deutsch-zertifikate-heuer-schon-25-faelle-entdeckt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die Dienststelle für Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen hat seit Jahresbeginn 25 manipulierte Sprachzertifikate entdeckt – hier mehr dazu.</a></b><BR /><BR />Gleichzeitig weist der Sanitätsbetrieb darauf hin, dass es nach wie vor schwierig sei, zweisprachiges Gesundheitspersonal zu finden. Der europaweite Fachkräftemangel sei auch in Südtirol deutlich spürbar. Um die Sprachkompetenzen zu stärken, biete man deshalb ein breites Spektrum an Maßnahmen an – von Intensivkursen vor Dienstantritt über arbeitsbegleitende Schulungen in allen Niveaustufen bis hin zu Sprachaufenthalten im Ausland. Auch interne Sprachvolontariate und Sprachberatungen gehören zum Angebot.<BR /><BR />Allein im vergangenen Jahr wurden rund 450 Plätze in Sprachkursen organisiert. Seit Oktober 2024 ist der Sanitätsbetrieb zudem selbst als Prüfungszentrum zertifiziert. Gemeinsam mit einem externen Institut werden seither erstmals Zweisprachigkeitsprüfungen auf B2-Niveau angeboten, die inhaltlich auf die klinische Praxis zugeschnitten sind.