Donnerstag, 05. Juli 2018

Zweisprachigkeitsnachweise: Erfolgsquote gestiegen

Im Laufe des Jahres 2017 hat der Dienst für Zwei- und Dreisprachigkeit des Landes Südtirol 4.427 Zweisprachigkeitsnachweise ausgestellt, davon 2.528 nach erfolgter „klassischer“ Zweisprachigkeitsprüfung, 1.690 nach erfolgter einsprachiger Prüfung und 209 aufgrund Anerkennung der Titel des Kandidaten, ohne weitere Prüfung.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Im Laufe der Jahre haben die Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen zahlreiche Reformen erlebt, die letzte davon im Jahr 2014. Mit dieser Reform wurde die Zweisprachigkeitsprüfung auch an den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) angeglichen. Seit Juni 2017 wurden die ursprünglichen Bezeichnungen A, B, C und D den europäischen Kodierungen C1, B2, B1 und A2 angepasst. 

Gleichstellungsprüfung und Standardprüfung

Von 1.394 im Jahr 2017 erworbenen Zweisprachigkeitsnachweisen des Niveaus C1 (ehem. A) handelt es sich in mehr als der Hälfte der Fälle (60,4 Prozent) um Gleichstellungsprüfungen. Dieser Anteil nimmt kontinuierlich ab, je niedriger das Niveau ist, bis er auf dem A2-Niveau (ehem. D) knapp über 21 Prozent erreicht.

Bei den Standardprüfungen haben sich insgesamt 8.802 Personen zur Zweisprachigkeitsprüfung angemeldet. Davon sind 2.661 nicht angetreten, was einer Quote von 30,2 Prozent. Fast eine Person von drei, die sich eingeschrieben haben, tritt also nicht zur Prüfung an. 

Bei den Prüfungen treten bei allen Laufbahnen, außer der Laufbahn A2 (ehem. Niveau D), mehr Frauen (3.809) als Männer (2.332) an. 

Erfolgsquote angestigen

Für alle Laufbahnen ist die Erfolgsquote im Jahr 2017 gegenüber 2016 angestiegen. Bei sämtlichen Laufbahnen verzeichnen die männlichen Kandidaten bessere Ergebnisse als die weiblichen. Die Erfolgsquote ist bei den 14- bis 19-Jährigen mit 43,3 Prozent am höchsten. Die absolut höchste Erfolgsquote verzeichnete das Niveau A2 (ex Niveau D) in der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen (Fast 80 Prozent).

Unterschiede zwischen den Wohnorten

Die Kandidaten aus Bozen verbuchen für das Niveau C1 (ehem. Niveau A) mit 43,7 Prozent die höchste Erfolgsquote, während für das Niveau B2 (ex Niveau B) die Kandidaten der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Südtiroler Unterland mit knapp 38 Prozent die Führung übernehmen. Beim Niveau B1 (ehem. C) liegen hingegen die Kandidaten der Bezirksgemeinschaften Pustertal mit 51 Prozent und Salten-Schlern mit 50 Prozent vorne, während beim Niveau A2 (ehem. Niveau D) die Bezirksgemeinschaft Wipptal mit fast 96 Prozent in Führung liegt. 

stol

stol