Vor Gericht muss sich der wegen Begünstigung der Taten angeklagte Informatiker Claudio Sciarpelletti verantworten. Bei ihm war ein Umschlag mit Papieren gefunden worden, die aber nicht vertraulich waren.Das vatikanische Gericht hatte beschlossen, Gabrieles Verfahren von jenem Sciarpellettis getrennt zu führen.Beobachter hoffen, dass der Prozess gegen den Informatiker weitere noch offene Fragen zu der heiklen Causa klären wird.Kurzes Verfahren erwartetDas Verfahren dürfte „besonders kurz“ sein, versicherte Gerichtspräsident Giuseppe Dalla Torre. Die Vorwürfe gegen Sciarpelletti seien nicht gravierend.Er habe bei Vernehmungen den Ermittlern unter anderem verschiedene Versionen zu den Vorfällen gegeben, damit habe er die Untersuchung zum sogenannten „Vatileaks“-Fall erschwert.Paolo Gabriele war am 6. Oktober zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte die Dokumente Benedikts XVI. kopiert und an den Journalisten Gianluigi Nuzzi weitergegeben.Dieser schrieb in einem Enthüllungsbuch dann über Machtkämpfe an der Kirchenspitze, von einem Mordkomplott gegen den Papst sowie von düsteren Geldwäsche-Geschäften der Vatikanbank IOR.Der Ex-Kammerdiener befindet sich in einer Zelle der vatikanischen Gendarmerie.apa