Martin Jochele vom Jochelehof in Oberrasen ist sichtlich betroffen. Innerhalb von 3 Nächten hat er bei 2 Wolfsangriffen auf der Rossalm in Prags 2 Rinder verloren. <BR /><BR />Der Jochelehof ist ein Anwesen in Oberrasen auf dem seit mehreren Generationen Milchvieh gehalten wird und über den Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betrieb Menschen, die nicht unmittelbar mit der Landwirtschaft zu tun haben, das Leben am Bauernhof näher gebracht wird.<BR /><BR />So eine Situation wie aktuell, hat es bisher noch nicht gegeben, sagt Martin Jochele und er fordert nun endlich klare Schritte.<BR /><BR />Es sind keine Schafe mehr auf den Almen rings um die Rossalm, weil die Bauern nach mehreren Rissen die Tiere ins Tal getrieben haben. „Drum sind jetzt die Rinder dran“, sagt auch der Präsident der Alminteressentschaft auf der Rossalm, Andreas Jaeger.<BR /><BR />Jaeger erklärt, dass die Schafe inzwischen anstatt auf der Alm in einem eingezäunten Bereich in Brückele gehalten werden.<BR /><BR />Auf der Alm sind nun noch rund 130 Rinder.<BR /><BR />Der Wolfsriss auf das Rind von Martin Jochele in der Nacht auf Montag passierte nur 5 Minuten oberhalb der Hütte auf der Rossalm.<BR /><BR />„Dem Wolf ist die Nähe zum Menschen inzwischen offensichtlich egal. Deshalb müssen sowohl von politischer Seite von Bozen über Rom bis Brüssel, aber auch vom Bauernbund auf Bezirks- und Landesebene ganz klare und deutliche Forderungen und schnellstmöglich auch Taten nach Osttiroler Muster folgen“, sagt ein hörbar frustrierter Interessentschaftspräsident.<BR /><BR />In Osttirol wurden, wie berichtet , 2 Wölfe zum Abschuss freigegeben. <BR /><BR />Ohne diese Maßnahmen sehen sowohl Jochele als auch Jäger die Zukunft der Almwirtschaft und alles was damit zusammenhängt in Gefahr.<BR />