<b>Von Micaela Taroni.<BR /></b><BR />Der Bub war in der Spa-Anlage des Hotels mit einem Bein von der Saugöffnung des Whirlpools erfasst worden, während die Hydromassage-Funktion aktiv war. Er befand sich in dem etwas mehr als einen Meter tiefen Becken und konnte mehrere Minuten lang nicht auftauchen. Erst nachdem das Personal die Anlage abgeschaltet hatte, konnte der Junge befreit und geborgen werden. <h3> Der Bub verschwand vor den Augen seiner Familie</h3>Rettungskräfte leiteten Wiederbelebungsmaßnahmen ein, bis das Herz wieder zu schlagen begann. Anschließend wurde er mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus „Infermi“ in Rimini gebracht. Die Staatsanwaltschaft von Rimini hat Ermittlungen aufgenommen. Der Zwölfjährige war mit seinen Eltern, Onkeln und Tanten im Urlaub. Sie waren zu Beginn des Wochenendes aus San Benedetto del Tronto in der Region Ascoli angereist, um die Feiertage in der Gegend von Rimini zu verbringen. Am späten Vormittag entschied man sich, einige Stunden in der Spa-Zone des Hotels zu entspannen, in dem die Familie untergebracht war. Alle gingen in das flache Becken, als der Junge vor den Augen seiner Angehörigen plötzlich verschwand. Innerhalb weniger Minuten trafen Rettungskräfte des 118-Notdienstes ein. Es waren mehrere Wiederbelebungsversuche notwendig, um das Herz des Zwölfjährigen wieder zum Schlagen zu bringen. <BR /><BR />Der Zustand war von Anfang an äußerst kritisch, sodass der Rettungsdienst einen Hubschrauber anforderte und das Kind in das Krankenhaus „Infermi“ in Rimini brachte. Die Carabinieri befragten rund ein Dutzend Zeugen, darunter Familienmitglieder und Hotelpersonal. Das Becken der Anlage sowie der umliegende Bereich wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen seit vier Tagen und werden fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wird ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnen und damit den ursprünglichen Tatvorwurf der schweren Körperverletzung gegen Unbekannt ändern. Der Arbeitsschutzdienst Spresal der Gesundheitsbehörde hat einen Bericht über den Zustand der Anlage vorgelegt. Dabei wird insbesondere geprüft, ob es Unregelmäßigkeiten bei der Konstruktion der Ansaugöffnungen gab, insbesondere hinsichtlich der Schutzgitter. Die Ermittlungen dauern an.