Montag, 30. Juli 2018

Abenteuer und Erlebnisse: Neue Leitung im Naturmuseum

Das Naturmuseum in Bozen hat ab 1. August einen neuen Direktor: Den studierten Astronomen David Gruber, der schon am Planetarium in Gummer 5 Jahre lang sein Zeichen gesetzt hat.

Foto: Naturmuseum
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Foto: Naturmuseum

In einem Interview erzählt der neue Museumsdirektor von seinen Plänen für das Naturmuseum Südtirol.

Ab Mittwoch, 1. August, leiten Sie das Naturmuseum Südtirol. Welche Ziele setzen Sie sich dabei?

David Gruber: Ich wünsche mir, dass das Naturmuseum Südtirol von allen Menschen hier in Südtirol als „die“ Anlaufstelle für naturwissenschaftliche Bildung und Wissensvermittlung verstanden wird. Zu den konkreten Projekten, insbesondere den zukünftigen Ausstellungen, möchte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da es einer gewissen Einarbeitungszeit bedarf. Aber die Erweiterung und Sanierung des Museums und die Erneuerung der Dauerausstellung sind sicher zwei wichtige Projekte, die ja bereits von meinen Vorgängern eingeläutet wurden und deren Umsetzungen nun anstehen.

Welche Rolle spielt dabei die Forschung?

Die Forschung im Museum, auch in Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen in und außerhalb Südtirols, spielt eine sehr wichtige Rolle, denn um unsere Umwelt entsprechend wertschätzen zu können und einen nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensraum zu schaffen, müssen wir die Natur gut verstehen und die gefundenen Ergebnisse anschließend entsprechend aufbereiten und kommunizieren.

Welches sind die Stärken des Naturmuseum Südtirol im Vergleich zu anderen Naturmuseen? Und wo liegt Aufholbedarf?

Die großen Stärken des Naturmuseums Südtirol liegen sicherlich im Bereich der Forschung und der Vermittlung. Bei der, in Teilen etwas veralteten, Dauerausstellung besteht aus meiner Sicht indes der höchste Aufholbedarf; deren Erneuerung wird spätestens im Zuge des Umbaus des Museums vorgenommen.

Sie sind für einen Museumsdirektor ziemlich jung: Wie sollte das Museum junge Leute ansprechen?

Um junge Leute ins Museum zu holen, müssen Veranstaltungen angeboten werden, die auch immer einen Erlebnischarakter haben und einen hohen Unterhaltungswert bieten. Eine von vielen Möglichkeiten ist etwa die „gameification", also den Museumsbesuch in Form eines spannenden Spiels oder Abenteuers zu gestalten. Insgesamt gilt natürlich die Devise, dass die Kommunikation nach außen in der Sprache der Jugendlichen erfolgen muss, um diese überhaupt erreichen zu können, also zum Beispiel die stärkere Einbettung von sozialen Netzwerken in der Vermittlungsarbeit

stol

stol