Dienstag, 14. Januar 2020

Academia 81: „frau forscht“

Die Jänner-Ausgabe des Magazins von unibz und Eurac Research bittet 14 Forscherinnen und Professorinnen auf die Bühne.

Einer EU-Statistik zufolge ist der Frauenanteil in der Forschung von 2013 bis 2017 jährlich um 2,9 Prozent gestiegen.
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Einer EU-Statistik zufolge ist der Frauenanteil in der Forschung von 2013 bis 2017 jährlich um 2,9 Prozent gestiegen. - Foto: © shutterstock

„frau forscht“ titelt unsere aktuelle Academia. „Noch zu selten“, konnten wir hinzufugen – Statistiken zeigen, dass Forschung in Europa bis heute eine Männerdomäne ist. Zwar schließen mehr Frauen als Männer einen Bachelor oder Master ab, aber weiter oben auf der akademischen Karriereleiter findet man sie immer seltener. Im akademischen Mittelbau machen sie immerhin noch 46 Prozent aus, auf der höchsten Stufe aber nur noch 24. Doch das ändert sich allmählich: Einer EU-Statistik zufolge ist der Frauenanteil in der Forschung von 2013 bis 2017 jährlich um 2,9 Prozent gestiegen. Ein positiver Trend, den wir mit dieser Ausgabe einmal ordentlich feiern möchten.

Academia 81 erzählt Geschichten von Frauen, die ihr Leben der Neugierde verschrieben haben, einige von ihnen in Fachgebieten wie Ingenieurswissenschaften oder Informatik, die bis vor kurzem fast ausschließlich in Männerhand waren. Etwa die Elektrotechnikerin Luisa Petti, die an der Freien Universität Bozen leitfähige Kunststoffe entwickelt, die auf verschiedene Materialien aufgedruckt werden können. Sie kommen bei intelligenten Textilien, flexible Displays oder hauchdünne Solarzellen zum Einsatz. Rachel Turner, Physiologin von Eurac Research, wiederum berichtet von der ersten höhenmedizinischen Studie im terraXcube. Im Extremklima-Simulator am Noi Techpark wurden die kognitiven Fähigkeiten und Leistungsfähigkeiten von Hubschrauberpiloten getestet, die in den Alpen Notfalleinsätze bis auf 5000 Meter Höhe ohne Sauerstoffversorgung fliegen.

Egal in welcher Disziplin die Forscherinnen von unibz und Eurac Research unterwegs sind, ein Anliegen ihnen gemein: Sie haben sich getraut, ihre Talente und Stärken in die Forschung einzubringen – und sind Mutmacherinnen für alle jungen Frauen, die von einer Karriere in der Wissenschaft träumen.

stol