Samstag, 07. Juli 2018

Academiae Biennial in der Franzensfeste eröffnet

Im Landesmuseum Festung Franzensfeste herrschte diese Woche Hochbetrieb: Künstlerinnen und Künstler und ihre prominenten Professorinnen und Professoren aus 15 europäischen und außereuropäischen Akademien waren für den Ausstellungsaufbau angereist. Am Freitag fand die offizielle Eröffnung statt.

15 Klassen internationaler Kunstakademien leisteten Beiträge zur Ausstellung. - Foto: Landesmuseen
Badge Local
15 Klassen internationaler Kunstakademien leisteten Beiträge zur Ausstellung. - Foto: Landesmuseen

Die eröffnete Ausstellung nennt sich „Where Plato Taught – Teaching Art: Is it Art or is it a Fart?“. Ausgangspunkt für das Konzept war für den Kurator Christian Jankowski, selbst ein renommierter Künstler und Professor an der Stuttgarter Kunstakademie, zunächst der Ort der Franzensfeste, den er in Anlehnung an Platons Lehrstätte außerhalb Athens zu einem autarken, schöpferischen Denkraum abseits der kulturellen Zentren deklarierte.

Er machte die Probe aufs Exempel und ging den Fragen, die schon für Platon bei der Gründung seiner Akademie eine Rolle gespielt haben mögen, neu auf den Grund: Wie kann man Kunst lehren? Wie lässt sich Lehre und eigene Kunstpraxis verbinden? Welche Lehrer brauchen Studierende heute? Wie wirkt sich das Milieu einer Akademie auf die Kunstproduktion aus?

Action statt Stillleben

15 Klassen internationaler Kunstakademien haben eine Ausstellung unterschiedlichster künstlerischer Ansätze auf die Beine gestellt. Vertreten sind die Länder Portugal, Niederlande, Schweiz, England, Norwegen, Schweden, Polen, Tschechei, Russland, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Türkei und Israel. 

Auffällig ist bei vielen der ausgestellten Arbeiten und Installationen die Hinwendung zur Performance. Kaum ein Projekt, das nicht auf eine Aktion zurückgeht. So entwickelte etwa die polnische Delegation der Klasse von Miroslaw Balka ein Projekt mit einer hiesigen Pfadfindergruppe. Spektakulär auch die Reise von Bangjoo Kim aus Deutschland, der den langen Weg mit einem Basketball gedribbelt hat, um ihn schließlich im Korb auf der Franzensfeste zu versenken. 

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober 2018 täglich außer montags, zum Preis von sieben Euro zu sehen (ermäßigt fünf Euro, Familienticket 14 Euro).

stol

stol