Dienstag, 11. Mai 2021

Anna Kostner erste prämierte Autorin des Europa-Literaturwettbewerbs

Anna Kostner ist mit ihrem Text „Kleines Feuer, für Paul Celan“ die erste der drei Preisträgerinnen des Literaturwettbewerbs zum Thema Europa, der anlässlich des Europatages am 9. Mai vom Südtiroler Landtag und dem Südtiroler Künstlerbund ausgeschrieben wurde. 71 junge Autoren und Autorinnen unter 35 Jahren nahmen teil und schickten eigene Arbeiten in deutscher, italienischer oder ladinischer Sprache unterschiedlichster Textgattungen ein.

Anna Kostner ist mit ihrem Text "Kleines Feuer, für Paul Celan" die erste der drei Preisträgerinnen des Literaturwettbewerbs zum Thema Europa, der anlässlich des Europatages am 9. Mai vom Südtiroler Landtag und dem Südtiroler Künstlerbund ausgeschrieben wurde. 71 junge Autoren und Autorinnen unter 35 Jahren nahmen teil und schickten eigene Arbeiten in deutscher, italienischer oder ladinischer Sprache unterschiedlichster Textgattungen ein. - Foto: © stol
„Parlamente würden ganz anders funktionieren, wenn vor jeder Sitzung ein Gedicht vorgetragen würde“: Mit diesem Zitat des Literaturnobelpreisträgers Joseph Brodsky, der den Wettbewerb inspiriert hat, begrüßte Landtagspräsident Josef Noggler die junge Preisträgerin, Jahrgang 1994, die nach dem Studium der vergleichende Literaturwissenschaft in München, Paris und Madrid derzeit an der WWU Münster zum Thema „Poetik des Atopischen. Untersuchungen zu Jorge Luis Borges, Samuel Beckett und Thomas Bernhard“ promoviert.

Der Text „Kleines Feuer, für Paul Celan“ (beiliegend) überzeugte die anwesende Jury, bestehend aus Ferruccio Delle Cave, Katrin Klotz und Ingrid Runggaldier, die von Präsident Noggler herzlich begrüßt wurde, durch seine Fantasie und seine Originalität: „Anna Kostner ist es gelungen, in Gedanken an Paul Celan und Ingeborg Bachmann und mit Anspielungen auf zahlreiche Autoren und Autorinnen und Werke sowie mit Zitaten aus dem literarischen Erbe Europas einen Text über Europa zu schreiben, ohne Europa zu erwähnen. Dabei ist es ihr durch das geschickte und scheinbar unbemühte Verketten von literarischen Textbausteinen und die Verwendung mehrerer Sprachen gelungen, eine Reihe poetischer, witziger und vor allem sehr lebendiger Bilder entstehen zu lassen, die den Lesern und Leserinnen den nicht nur unproblematischen kulturellen Reichtum Europas ins Bewusstsein rufen.“.

Die Autorin selbst, die mit einem Blumenstrauß von Präsident Josef Noggler beglückwünscht wurde, las den Text vor und überzeugte auch das Plenum, das ihr einen herzlichen Beifall spendete.

Morgen um 9.00 Uhr wird der Autor des 2. ausgewählten Siegertextes ausgezeichnet.

lpa