Mittwoch, 23. Januar 2019

Archäologen fanden über 5.000 Jahre alte Gräber im Nildelta

Archäologen haben im ägyptischen Nildelta historische Grabstätten entdeckt, von denen einige mehr als 5.000 Jahre alt sein sollen. Rund 20 der Gräber, die rund 140 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kairo entdeckt wurden, stammten aus der prädynastischen Zeit (etwa 3.200-3.000 v. Chr.), teilte der Leiter der ägyptischen Antikenbehörde, Aiman Aschmawi, am Mittwoch mit.

Die uralten Grabstätten wurden nördlich der Hauptstadt Kairo entdeckt.
Die uralten Grabstätten wurden nördlich der Hauptstadt Kairo entdeckt. - Foto: © shutterstock

In den Gräbern befänden sich noch die Skelette der Toten in hockender Position. Allerdings seien viele der Gräber in keinem guten Zustand mehr. Zudem seien in der Region von Kom al-Cholgan weitere Grabstätten aus der Zweiten Zwischenzeit (1782-1570 v. Chr.) gefunden worden. Darin hätten sich die Überreste von Tieren und Keramik befunden. Angaben zur Zeit der Entdeckung durch die Archäologen machte das Antikenministerium am Mittwoch nicht.

Ägypten hofft, mit der Entdeckung antiker Stätten den lahmenden Tourismus wieder anzukurbeln. Das nordafrikanische Land ist auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Nach dem sogenannten Arabischen Frühling 2011 folgten allerdings Unruhen und zahlreiche Terroranschläge, sodass die Tourismusindustrie schwer gebeutelt ist.

apa/dpa

stol