Freitag, 01. Juni 2018

Aron Demetz stellt in Neapel aus

Der bekannte Grödner Künstler und Bildhauer Aron Demetz wird demnächst seine Einzelausstellung „Autarchia“ im Nationalen archäologischen Museum von Neapel eröffnen.

Aron Demetz und eine seiner Skulpturen, die er in Neapel ausstellt. - Foto: Aron Demetz
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Aron Demetz und eine seiner Skulpturen, die er in Neapel ausstellt. - Foto: Aron Demetz

Demetz, der seit seiner Geburt in Wolkenstein lebt, forscht seit mehr als 20 Jahren und ist besonders für seine Brücken zwischen Alt und Neu bekannt geworden.

Die eigens für diese Ausstellung geschaffenen Skulpturen in verschiedenen Größen und Materialien, bilden einen Installationskomplex, der mit den Werken von MANN interagiert.

Insbesondere die Sammlungen Farnese und Egyptian des archäologischen Museums von Neapel inspirierten den Künstler zu den dynamischen und posturalen Einstellungen seiner Skulpturen.

Die Forschung des Künstlers konzentriert sich seit jeher auf die Zentralität der menschlichen Figur als Vehikel klassischer Ideale wie formale Reinheit und die ethischen und archetypischen Inhalte der Kunst. Demetz fügt seiner Arbeit jedoch ein zeitgenössisches Experiment hinzu, in dem der Beitrag, den das verwendete Material zur Realisierung der Arbeit leistet, deutlich wird.

Der ladinische Titel der Ausstellung „Autarchia“ weist auf den Zustand der Selbstgenügsamkeit des Weisen hin, der gesellschaftliche Konventionen meidet, um Gesetze zu verfolgen, die sich in Richtung Glück selbst regulieren. Im Regelwerk von Demetz ist der Autor des Werkes nicht nur der Künstler - mit seinen Gestaltungsideen und den ethischen und ästhetischen Inhalten, die in die Form eingeprägt werden sollen - sondern auch das Material, auf das der Schöpfer sein Handeln ausrichtet.

Mit seinen Skulpturen bezieht Demetz den Betrachter in einen idealen Dialog mit den Werken des Museums ein und emanzipiert ihn zugleich von der kontemplativen Bewunderung durch das klassische Meisterwerk.

Die Ausstellung, die von 7. Juni bis 29. Juli besichtigt werden kann, wurde mit Unterstützung und Schirmherrschaft des Regionalrats der Toskana und der Region Trentino Südtirol organisiert und wird von einem Katalog begleitet, der für den Verlag Prestel herausgegeben wird.

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