Donnerstag, 04. April 2019

Aus Unwetter-Holz entstehen Stradivari-Geigen

Aus dem Holz aus den bei schweren Unwettern in Norditalien zerstörten Wäldern sollen Stradivari-Geigen entstehen. 2,5 Tonnen aus dem Trentiner Fleimstal wurden der Internationalen Geigenschule „Antonio Stradivari“ im lombardischen Cremona geliefert, die aus dem Holz Geigen, Cellos und Kontrabasse herstellen wird.

Antonio Stradivari fertigte im Laufe seines Lebens in Cremona mehr als 1000 Saiteninstrumente.
Antonio Stradivari fertigte im Laufe seines Lebens in Cremona mehr als 1000 Saiteninstrumente. - Foto: © shutterstock

Das Holz wurde vom Verband der italienischen Holzproduzenten Federforeste der Stradivari-Schule zur Verfügung gestellt. Das Holz muss 3 Jahre lang ruhen, damit es die Feuchtigkeit verliert, danach kann es der Geigenproduktion dienen, berichtete Federforeste.

Die schweren Unwetter im Oktober hatten unter anderem den Trentiner Wald von Paneveggio betroffen, der auch als „Geigenwald“ bekannt ist. Er erstreckt sich auf 2700 Hektar und gehört zum großen Naturpark Parco Naturale Paneveggio. Der Fichtenwald liegt in einer Höhe zwischen 1500 und 2000 Metern. (STOL hat berichtet)

Antonio Stradivari besuchte den Wald höchstpersönlich

Im 17. Jahrhundert besuchte der berühmte Geigenbauer Antonio Stradivari aus Cremona den Fichtenwald, um dort die besten Stämme zu erwerben.

Stradivari (1644-1737) gilt als der berühmteste Geigenbauer der Geschichte. Er fertigte im Laufe seines Lebens in Cremona mehr als 1000 Saiteninstrumente. Weltweit sind noch etwa 600 Geigen, Cellos, Gitarren und Lauten aus der berühmten Werkstatt in Cremona erhalten. Sie sind bei Sammlern und Solisten heiß begehrt.

apa/stol

stol