Sonntag, 29. September 2019

Barocke Paraderäume im Dresdner Residenzschloss wiedereröffnet

Knapp 75 Jahre nach ihrer Zerstörung sind in Dresden die Königlichen Paraderäume im Residenzschloss wiedereröffnet worden. Die barocken Räume wurden bis ins kleinste Detail rekonstruiert.

Die Paraderäume des Dresdner Residenzschlosses wurden mit viel Liebe zum Detail rekonstruiert.
Die Paraderäume des Dresdner Residenzschlosses wurden mit viel Liebe zum Detail rekonstruiert. - Foto: © APA/AP

Es sei nicht nur ein besonderer Ort sächsischer Geschichte von der Renaissance bis zur Gegenwart, sondern deutscher und europäischer Geschichte, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Samstag bei einem Festakt.

Die Paraderäume sind die „Krönung“ beim 1986 begonnenen Wiederaufbau des 1945 zerstörten Gebäudes als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen. In die teils „fadengenaue“ Rekonstruktion von Eckparadesaal, Audienzgemach und Paradeschlafzimmer samt Vorzimmern investierte der Freistaat knapp 35 Millionen Euro.

Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733), seit 1697 König von Polen und Großfürst von Litauen, hatte die Räume anlässlich der Hochzeit seines Sohnes mit einer Kaisertochter 1717 umbauen und kostbar ausstatten lassen – mit Goldstoffen, Seidensamt, Silber- und Prunkmöbeln sowie 100 Quadratmeter großen Deckengemälden.

Besucher können sich seit Samstagnachmittag von der wiedergewonnenen Pracht und Opulenz überzeugen – der Zugang ist mit Zeitkarten limitiert.

dpa

stol