Dienstag, 24. Januar 2017

Ab Frühjahr: Ladinisch wird anders geprüft

Ab diesem Frühjahr werden die Ladinischkenntnisse bei der Dreisprachigkeitsprüfung nach neuen Richtlinien geprüft und bewertet.

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Die Landesregierung hat Richtlinien zur Feststellung der Ladinischkenntnisse im Rahmen der Dreisprachigkeitsprüfung und den Landeshauptmann zur Unterzeichnung des Einvernehmens mit dem Regierungskommissariat ermächtigt. Der neue Prüfungsmodus wird im Frühling erstmals zur Anwendung kommen.

Das Konzept für die neue Ladinisch-Tests im Rahmen der Dreisprachigkeitsprüfung war von der  ladinischen Prüfungskommission in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und dem ladinischen Kulturinstitut Micurà de Rü  ausgearbeitet und von der Landesregierung 2015 genehmigt worden. „Damit führen wir die Ladinischprüfung an den so genannten ‚Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen’ heran“, betont Ladinerlandesrat Florian Mussner, „was einer Aufwertung der ladinischen Sprache und einer Stärkung der ladinischen Sprachgruppe gleichkommt."

Die neue Prüfungsform sieht im Unterschied zu bisher auch die Prüfung des Hörverständnisses und eines Leseverständnisses vor. Neuigkeiten gibt es auch beim schriftlichen Test, bei dem sich der Schwerpunkt vom reinen Übersetzen auf die eigenständige Sprach- und Textproduktion verlagert. Zudem wird im Schriftlichen künftig zwischen den Laufbahnen A und B unterschieden. Stärker strukturiert wird die mündliche Prüfung.

stol