Donnerstag, 30. Juni 2016

Arge-Alp-Preis für „Rural Areas for Refugees for Rureal Areas“

Am Donnerstag ist im Anschluss an die Arge Alp-Regierungschefkonferenz der Arge-Alp-Preis vergeben worden. Auch ein Projekt aus Südtirol ist unter den Preisträgern.

Anja Marcher und Ingrid Kofler von der EURAC nahmen den Preis vom Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner und dem Südtiroler Landesrat Richard Theiner entgegen. - Foto: Landespressestelle Vorarlberg
Anja Marcher und Ingrid Kofler von der EURAC nahmen den Preis vom Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner und dem Südtiroler Landesrat Richard Theiner entgegen. - Foto: Landespressestelle Vorarlberg

Der Arge-Alp-Vorsitzende, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner, überreichte im vorarlbergischen Bezau am Donnerstag die Arge-Alp-Preise 2016. „Mit diesem Preis möchte die Arge-Alp-Beschäftigungskooperationen vorstellen, die einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und der Lebensqualität der Mitgliedsländer leisten“, sagte Landeshauptmann Wallner im Anschluss an die Konferenz der Regierungschefs (STOL hat berichtet).

Die Ausschreibung hatte sich an Unternehmen, Vereine aber auch an öffentliche und private Institutionen der Arge Alp Regionen gerichtet. Insgesamt 52 Projekte waren in den Mitgliedsregionen eingereicht worden. In Südtirol waren sieben Projekte vorgelegt worden, von denen zwei zur Finalrunde weitergeleitet wurden. Eine internationale Jury hat die Preisträger ermittelt und das Preisgeld aufgeteilt. Die drei Hauptpreisträger erhalten demnach je 6.000 Euro und die sieben Anerkennungspreisträger je 1.000 Euro.

Südtiroler Projekt: "Rural Areas for Refugees – Refugees for Rural Areas" 

Das Südtiroler Projekt, das sich nun als Träger des Arge-Alp-Preises 2016 wähnen darf trägt den Titel "Rural Areas for Refugees – Refugees for Rural Areas". Es geht dabei um zwei noch weit voneinander entfernte Realitäten, die zusammengebracht werden sollen: die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen (bzw. Asylwerbern) einerseits mit der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität ländlicher Gebiete andererseits.

Ein Arbeitsplatz ist ein wesentlicher Faktor für die langfristige Integration. Flüchtlinge (bzw. Asylwerber) werden mit regionalen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden in Kontakt gebracht. Projektpartner sind das Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement in Bozen (EURAC), die Caritas der Diözese Bozen-Brixen, der Verein Volontarius und die Gemeinden Mals und St. Ulrich.

Von einer wichtigen Auszeichnung für ein wegweisendes Projekt sprach auch Landesrat Theiner, der bei der Preisverleihung anwesend war: "Ich freue mich, dass von Südtirol aus dieses aktuelle Thema der Immigration und Integration vor dem Hintergrund der alpinen Wirklichkeit aufgegriffen worden ist."

lpa/stol

stol