Freitag, 12. Juni 2020

ASM blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück

Im 65. Jahr seines Bestehens wurde die Vollversammlung des Arbeitskreises Südtiroler Mittel-, Ober- und Berufschullehrer (ASM) in Zeiten des Fernunterrichtes erstmals in digitaler Form durchgeführt. Der ASM blickt auf ein spezielles Jahr zurück.

Auch für die Lehrpersonen war das heurige Schuljahr außergewöhnlich.
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Auch für die Lehrpersonen war das heurige Schuljahr außergewöhnlich. - Foto: © shutterstock
Der Vorsitzende Christoph Buratti konnte in seinem Jahresbericht auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr zurückblicken. 64 Fortbildungsveranstaltungen mit knapp 2500 Teilnehmern und alle angebotenen Lehrfahrten und Bildungsreisen konnten erfolgreich durchgeführt werden. Auch dank einer gute Zusammenarbeit mit dem Katholischen Südtiroler Lehrbund, den Ämtern und den politischen Vertretern.

Burattis Dank galt auch der Südtiroler Landesregierung in der Person des Landesrates Philipp Achammer für die finanzielle Unterstützung der Tätigkeit, den vielen ehrenamtlichen Mitgliedern in den verschiedenen Verbandsgremien und den beiden Mitarbeitern im Verbandsbüro und insgesamt den Kollegen im ganzen Land für deren Einsatz in der für alle Beteiligten schwierigen Zeit des Fernunterrichtes.

„In dieser Zeit hat sich unsere Berufsgruppe als gut vorbereitet, lernbereit, flexibel und vor allem technisch gut ausgerüstet erwiesen, wobei die Mittel für die technische Ausstattung und die Internet-Anbindung gänzlich aus persönlichen Ressourcen stammen“, meint Buratti.

Verwunderung bei den ASM-Mitgliedern

Mit Verwunderung habe der Vorstand und viele Mitglieder die Forderung von Eltern und den öffentlichen Aufruf zur Gratis-Sommerbetreuung zur Kenntnis genommen. Dieser richte sich ausschließlich an die Lehrpersonen und Mitarbeiter im Bildungsbereich, so als wären diese in der Zeit des Fernunterrichtes ihrem Bildungsauftrag nicht nachgekommen und sollten nun im Urlaub „nacharbeiten“, zeigt sich der Vorsitzende der ASM Christoph Buratti verwundert.

Auf der ASM-Homepage gibt es nun eine Online-Denkfabrik zur Gestaltung und Form des Unterrichts ab September. Diese solle die Meinungen aller Beteiligten sammeln, diskutieren und auswerten .

„Größte Sorge bereitet uns allerdings, dass wir als Vertreter der Südtiroler Lehrerschaft im Verlauf der letzten Wochen nicht einmal ansatzweise in die Diskussion um etwaige Entscheidungen zum obgenannten Thema einbezogen wurden“, sagt Buratti abschließend.

Christoph Buratti hat sich erst kürzlich im ausführlichen STOL-Interview zum Fernunterricht und der außergewöhnlichen Matura in diesem Jahr geäußert.

stol

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