Dienstag, 26. Mai 2020

Covid-19 und ich: Junge Menschen kommen zu Wort

Die Schulbank wird am heimischen Esstisch gedrückt, das Treffen mit den Freunden findet nur noch am Handy statt und der einzige „echte“ soziale Kontakt seit Wochen sind die eigenen Eltern: Auch Kinder und Jugendliche sind von der Coronakrise stark betroffen. Wie sie diese Zeit erleben und erlebt haben, lest ihr auf STOL in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring.

Jungen Menschen berichten aus ihrem Alltag in Zeiten von Corona.
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Jungen Menschen berichten aus ihrem Alltag in Zeiten von Corona. - Foto: © shutterstock
In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring (SJR) kommt jeden Dienstag eine Jugendliche oder ein Jugendlicher auf STOL zu Wort.

Unter dem Motto „Covid-19 und ich“ berichten sie von ihren Erfahrungen in den vergangenen Wochen und/oder äußern ihre Wünsche an die Politik.

Heute erzählt der 15-jährige Michael Plank aus Sterzing, wie es ihm in den vergangenen Wochen ergangen ist und berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Fernunterricht.

Ich habe mir das Zuhause-Bleiben während der Krise so vorgestellt, dass ich mache, was ich schon immer Zuhause machen wollte, indem ich koche, lese und meinen Körper trainiere. Aber es kam komplett anders: Die vielen Hausaufgaben, Tests und Prüfungen machen es mir schwer, Zeit zu haben.

Der Fernunterricht hat Vor- und Nachteile, natürlich. Ich finde sogar, dass man diesen auch im „normalen“ Leben, in Notfällen, anwenden könnte. Jedoch sollte er zuerst perfektioniert und vieles sollte verändert werden. Für mich ist es oft schwer, neuen Stoff alleine zu erlernen.

Ich muss mir Infos aus dem Internet holen. Trotzdem finde ich gut, dass alles so schnell organisiert werden konnte. Woanders würde das viel mehr Zeit brauchen.

Viel Geld geht derzeit verloren. Doch die Gesundheit ist wichtiger. Es sterben viele. Es leiden viele. Ich persönlich finde es sehr riskant, Betriebe jetzt schon wieder zu öffnen. Denn ich denke, dass wir alle, falls das Virus nochmal intensiv zurückkehrt, noch mehr Geld verlieren würden.


Mach auch Du mit!

Wenn auch Du den politischen Entscheidungsträgern mitteilen möchtest, wie Du die Dinge siehst, was Deiner Meinung nach anders zu regeln ist oder was bereits richtig geregelt wird, dann kannst Du das hier mittels eines Statements machen.

Wenn Du aus Deinem Corona-Alltag berichten möchtest, also darüber, wie sich Dein Leben mit Corona verändert hat, wie du Schule, Universität oder die Arbeit erlebst oder darüber, wie Deine „Online-Treffen“ „echte“ soziale Kontakte ersetzen, dann kannst Du diesen Erfahrungsbericht hier schicken.

stol