Dienstag, 02. Juni 2020

Covid-19 und ich: Junge Menschen kommen zu Wort

Die Schulbank wird am heimischen Esstisch gedrückt, das Treffen mit den Freunden findet nur noch am Handy statt und der einzige „echte“ soziale Kontakt seit Wochen sind die eigenen Eltern: Auch Kinder und Jugendliche sind von der Coronakrise stark betroffen. Wie sie diese Zeit erleben und erlebt haben, lest ihr auf STOL in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring.

Jungen Menschen berichten aus ihrem Alltag in Zeiten von Corona.
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Jungen Menschen berichten aus ihrem Alltag in Zeiten von Corona. - Foto: © shutterstock
In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring (SJR) kommt jeden Dienstag eine Jugendliche oder ein Jugendlicher auf STOL zu Wort.

Unter dem Motto „Covid-19 und ich“ berichten sie von ihren Erfahrungen in den vergangenen Wochen und/oder äußern ihre Wünsche an die Politik.

Heute erzählt Lotta Mittermair, 12 Jahre, aus Uttenheim, von ihren Erfahrungen während der Coronazeit.


Ich heiße Lotta Mittermair und bin 12 Jahre alt. Die Coronazeit ist mühsam, da wir sehr viele Hausaufgaben bekommen und weil man sich auch nicht ohne Einschränkungen mit Freunden treffen darf. Es ist zwar cool, dass heuer keine Schule mehr ist, aber meine Schulfreunde fehlen mir. Im Sommer wird leider auch sehr viel nicht stattfinden.

Ich würde heuer gerne nach Caorle und auch nach Kroatien mit meinen Freunden fahren, aber ich weiß nicht genau, ob das geht. Ich hoffe sehr, dass Schwimmbäder, Restaurants, Einkaufszentren und ähnliches sobald wie möglich öffnen und dass es mit all den Regeln dort nicht zu stressig wird. Mir ist oft auch langweilig, weil ich keine Lust habe, Hausaufgaben zu machen und dann nicht weiß, was ich tun könnte.

Ich trage Mund- und Nasenschutz nicht so gerne, weil es nicht so bequem ist, damit rumzulaufen. Aber wenn sich das lohnt, dann mache ich das auch. Ich bin froh, dass nun zumindest der Jugendtreff Slash wieder offen hat. Mein Leben hat sich in der Coronazeit schon ein wenig verändert, weil ich jetzt fast immer zu Hause bin.

Wenn meine Eltern arbeiten gehen, darf ich manchmal zu meinen Großeltern zum Essen gehen und das freut mich, weil ich sie sonst nie sehen würde. Ansonsten schaue ich mir YouTube-Videos an und bin oft auf der Terrasse. Ich hoffe, dass bald wieder jeder Freunde treffen kann, schwimmen und einkaufen gehen kann, ohne dass man sich vorher desinfizieren und ein Maske tragen muss.


Mach auch Du mit!

Wenn auch Du den politischen Entscheidungsträgern mitteilen möchtest, wie Du die Dinge siehst, was Deiner Meinung nach anders zu regeln ist oder was bereits richtig geregelt wird, dann kannst Du das hier mittels eines Statements machen.

Wenn Du aus Deinem Corona-Alltag berichten möchtest, also darüber, wie sich Dein Leben mit Corona verändert hat, wie du Schule, Universität oder die Arbeit erlebst oder darüber, wie Deine „Online-Treffen“ „echte“ soziale Kontakte ersetzen, dann kannst Du diesen Erfahrungsbericht hier schicken.

stol