Freitag, 22. April 2016

Die Eltern sind für den CLIL-Unterricht

Der Fachunterricht in einer Fremd- oder in der zweiten Landessprache - so genannt der CLIL-Unterricht - ist immer wieder Grund für Diskussionen und Auseinandersetzungen. Dabei seien die Schülereltern zu überwiegenden Teil davon überzeugt, hieß es am Freitag.

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"Wer in Südtirol aufwächst, hat gerade aufgrund der sprachlichen Vielfalt in unserem Lande einen entscheidenden Vorteil", meint Sabine Fischer, Vorsitzende des Landesbeirates der Eltern für die deutsche Schule (LBE).

Dessen Mitglieder wiesen am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung auf die Ergebnisse der Elternumfrage hin, die von Februar bis März 2015 durchgeführt wurde. Diese zeigen eindeutig, dass die Eltern dem Spracherwerb eine große Bedeutung beimessen und dementsprechend eine stärkere Berücksichtigung im Unterricht befürworten.

Die große Mehrheit der Eltern (mehr als 77 %) war für eine stärkere Berücksichtigung der italienischen Sprache in der deutschen Schule. Ebenso sprach sich die Hälfte aller befragten Eltern für eine Erhöhung bzw. Intensivierung des Englischunterrichts aus.

Schritt in die richtige Richtung

Die Stärkung des Unterrichts mit der CLIL-Methode – also des zeitlich begrenzten Fachunterrichts in einer Fremd- oder in der zweiten Landessprache – deckt sich somit mit dem Wunsch der meisten Eltern und wird vom LBE als Schritt in die richtige Richtung gesehen.

"Die Kenntnis mehrerer Sprachen ist nicht nur ein Standortvorteil oder ein Vorteil beim Einstieg in den Beruf in einer immer globaler werdenden Welt, sondern vor allem auch eine persönliche Bereicherung. Wer sich in mehreren Sprachen auszudrücken vermag, hat bessere Chancen auf einen guten Job und mehr Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten", so Fischer. 

stol

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