Montag, 14. September 2015

„Europäischer Tag des Denkmals“: Fünf Objekte zu besichtigen

Fünf sonst nicht für Bürger zugängliche Objekte können beim Europäischen Tag des Denkmals am 20. September besichtigt werden.

Der Ansitz Reinsberg in Eppan, hier winterlich mit Schnee bedeckt. - Archivbild
Der Ansitz Reinsberg in Eppan, hier winterlich mit Schnee bedeckt. - Archivbild - Foto: © D

„Der Europäische Tag des Denkmals bietet Gelegenheit zur Begegnung mit besonderen, sonst nicht zugänglichen Objekten und kombiniert auf spannende Weise Tradition und Innovation", sagte der für die Denkmalpflege zuständige Landesrat Florian Mussner, der einlud, an diesem Tag an den fünf Stationen in Handwerk, Technik und Industrie sowie Denkmalpflege einzutauchen.

Das diesjährige Leitthema des Europäischen Tages des Denkmals rückt Geschichtszeugnisse der Technik, Industrie und des Handwerks in den Mittelpunkt.

Einen Einblick in historische Handwerkstechniken biete der Ansitz Reinsberg mit Heiligkreuzkapelle in St. Pauls/Eppan, wo es Stuckdekorationen und Kachelöfen zu bestaunen gibt. Die Anfänge der Stromproduktion aus Wasserkraft lassen sich hingegen im Kraftwerk Töll in Algund erleben, welches nach Plänen des bekannten technischen Pioniers Oskar von Miller gebaut wurde.

Ein Ort der Südtirol erzählt und weiterhin erzählen wird ist das Aluminiumwerk Alumix in Bozen. „Dieses Werk, das in früheren Zeiten rund 20 Prozent des Stroms in Südtirol brauchte, wird nun zu einem Technologiezentrum für Betriebe mit Vernetzung zu Forschungsinstituten verwandelt und so zum größten Nachhaltigkeitsgaranten Südtirols", erklärte BLS-Chef Ulrich Stofner. Einen zusätzlichen Blick in die Südtiroler Vergangenheit bietet auch die Strompromenade "Oskar von Miller" in Marling mit einem Themenweg der Technikkultur, der durch verschiedene Technikdenkmäler die Geschichte der Stromproduktion veranschaulicht.

Präsentiert wird beim Europäischen Tag des Denkmals auch ein rätisches Haus aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, und zwar in Frangart. „Von dem Haus sind sowohl die Einrichtung als auch die Ausstattung, nämlich ein Wagenrad, mehrere Fässer, ein Flechtkorb und vier Keramikgefäße erhalten geblieben", sagte die Direktorin des Landesamtes für Bodendenkmäler Catrin Marzoli. „Dieses typische rätische Haus vermittelt einen besonderen Einblick in die frühe Geschichte unseres Landes", unterstrich Marzoli.

stol