Freitag, 23. April 2021

Europaregion: Ausbilder-Stammtisch in Bozen

Um die touristische Ausbildung in Corona-Zeiten ging es am gestrigen Donnerstag beim Euregio-Ausbilder-Stammtisch. Beste-Praxis-Beispiele und die Qualifikationen der Ausbilder standen im Fokus.

Der Brunecker Fachlehrer Peter Paul Komar, der Kochlehrling auf der Talschusshütte in Sexten, Jonas Huber, Moderatorin Evelyn Selva und Ausbilderin Ulrike Eydner beim gestrigen Stammtisch.
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Der Brunecker Fachlehrer Peter Paul Komar, der Kochlehrling auf der Talschusshütte in Sexten, Jonas Huber, Moderatorin Evelyn Selva und Ausbilderin Ulrike Eydner beim gestrigen Stammtisch. - Foto: © hgv
Die duale Ausbildung ist einer der Schwerpunkte der Tiroler Euregio-Präsidentschaft. Bei einem virtuellen Stammtisch trafen sich am Donnerstag am Sitz des Südtiroler Hoteliers- und Gastwirteverbands HGV Lehrlingsausbilder aus dem Bundesland Tirol, Südtirol und dem Trentino, um sich über Beste-Praxis-Beispiele und fachlich pädagogische Qualifikationen betrieblicher Ausbilder auszutauschen. Mit dabei waren auch Euregio-Präsident Günther Platter, Südtirols Landesrat Philipp Achammer, die Tiroler Bildungs- und Arbeitslandesrätin Beate Palfrader sowie der Trentiner Bildungslandesrat Mirko Bisesti.

Vernetzung fördern, Ausbildungsqualität weiter verbessern

„Die in Tirol bereits etablierten Stammtische des Ausbilderforums bieten allen in der Lehrlingsausbildung Tätigen eine Plattform zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch. Das Format wurde aufgrund seines anhaltenden Erfolgs auch auf die 3 Länder ausgerollt“, erklärte Günther Platter. Dabei können sich Ausbilder und Ausbilderinnen, Lehrpersonen sowie Vertretende von Sozialpartnern und Ländern zu aktuellen Themen diskutieren, Kontakte knüpfen und Ideen und Erfahrungen austauschen.

Duales Ausbildungsmodell krisenresistenter


Beim gestrigen zweiten Euregio-Stammtisch in Bozen stand das Thema „Touristische Ausbildungen in Zeiten von Corona – Chance und Lernprozess“ im Fokus. Der Südtiroler Landesrat Philipp Achammer zeigt sich überzeugt, dass das duale Modell für die Zeit nach dieser Krise die richtige Antwort sei, um eine Erholung des Arbeitsmarktes voranzubringen: „Für den beruflichen Anschluss braucht es zukünftig mehr denn je Ausbildungsmodelle, aus denen junge Menschen aus einer idealen Verbindung von Beruf und Ausbildung in die Arbeitswelt hineinkommen.“




Die Arbeitsmarktdaten belegten schon jetzt, dass „das duale Modell in dieser Krisensituation widerstandsfähiger ist“. „Es ist daher unsere gemeinsame Verantwortung dafür zu sorgen, dass dieses Modell der dualen Ausbildung in unseren 3 Ländern, in Tirol, Südtirol und im Trentino weiter beibehalten und gefördert wird“, betonte Landesrat Achammer.

Dass „auch in diesen herausfordernden Zeiten der Fokus auf einer qualitativ hochwertigen Ausbildung liegt“, unterstricht die Tiroler Landesrätin Beate Palfrader, denn klar sei, „junge Menschen mit einer guten Ausbildung sind bestmöglich auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet“.

Gute Ausbildung, Freundlichkeit und Fleiß sind Trumpf

Neben einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen von Corona auf die touristische Ausbildung erläuterte der Südtiroler Bildungsdirektor Gustav Tschenett am Beispiel des Hotel- und Gastgewerbes. Mental- und Motivationstrainer Valentin Piffrader hielt einen Fachvortrag zum Thema Begeisterung und Begleitung.

Der Tourismus gehöre zwar zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen, soll sich aber laut Einschätzung von Fachleuten am raschesten erholen. Eine professionelle Ausbildung gepaart mit Freundlichkeit und Fleiß sei im internationalen Wettbewerb eine Trumpfkarte, sind sich Platter, Achammer, Palfrader und Bisesti einig.
Die nächsten „Stammtische für LehrlingsausbilderInnen“ finden im Trentino und dann wiederum im Bundesland Tirol statt.

lpa