Dienstag, 29. Januar 2019

„Gendersternchen“ ist Anglizismus des Jahres

Die deutsche Initiative „Anglizismus des Jahres“ um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch würdigt seit 2010 „den positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung der deutschen Sprache“.

Immer mehr englische Wörter oder Komposita haben in den vergangenen Jahrzehnten ihren Eingang in die deutsche Sprache gefunden.
Immer mehr englische Wörter oder Komposita haben in den vergangenen Jahrzehnten ihren Eingang in die deutsche Sprache gefunden. - Foto: © D

Die bisherigen Sieger – inklusive des am Dienstag gekürten Wortes für das vergangene Jahr:

  • 2018: „Gendersternchen“ – Zeichen und zentraler Begriff im heftigen Streit über die sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter.
  • 2017: „Influencer“ – für Menschen, die wegen großer Reichweite in sozialen Medien die öffentliche Meinung stark mitgestalten.
  • 2016: „Fake News“ – für erfundene Nachrichten, politisch motivierte Falschmeldungen und für nicht ins eigene Weltbild passende Meldungen.
  • 2015: „Refugees Welcome“ – als Reaktion auf fremdenfeindliche „Ausländer-raus-Parolen“ angesichts zunehmender Flüchtlingszahlen.
  • 2014: „Blackfacing“ – umstrittene, rassistische Praxis, etwa im Theater, Schwarze darzustellen, indem man Weiße (stereotyp) schminkt.
  • 2013: „-gate“ – Nachsilbe für Affären; Bezug zum Watergate-Skandal von 1972, der zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führte.
  • 2012: „Crowdfunding“ – Möglichkeit, im Internet für ein Projekt in einer bestimmten Zeit aus Einzelbeiträgen Geld zu sammeln.
  • 2011: „Shitstorm“ – Welle der Entrüstung über Institutionen oder Menschen, die über soziale Netzwerke und Blogs hoch schwappt.
  • 2010: „leaken“ – das „Auslaufen“ geheimer Informationen durch undichte Stellen.

dpa

stol