Dienstag, 28. April 2020

Herausforderung Erwachsenenbildung in Coronazeiten

Seit Ende Februar sind Südtirols Bildungshäuser geschlossen. So finden auch in der Lichtenburg seit knapp zweieinhalb Monaten keine Weiterbildungsveranstaltungen statt. In der mehr als fünfzigjährigen Tätigkeit ist das renommierte Bildungshaus erstmals mit so einer Situation konfrontiert.

Direktor Kurt Jakomet hofft bald wieder das Bildungshaus öffnen zu können © ugc / Sabine Kaufmann
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Direktor Kurt Jakomet hofft bald wieder das Bildungshaus öffnen zu können © ugc / Sabine Kaufmann - Foto: © Sabine Kaufmann
März, April und Mai sind normalerweise die stärksten Weiterbildungsmonate mit mehr als 50 Teilnehmern pro Tag. Aktuell ist es in der Lichtenburg in Nals Corona bedingt aber sehr ruhig und fast alle Mitarbeiter der Lohnausgleichskasse überstellt. Über 40 Eigenveranstaltungen, rund 50 Gastveranstaltungen mussten inzwischen abgesagt werden, 35 weitere - für das laufende Frühjahr geplante Seminare - in den Herbst verschoben. Es ist zurzeit leider ungewiss, wann wir wieder mit der Seminartätigkeit beginnen dürfen, wir hoffen aber, dass wir im Mai langsam hochfahren können und dann unter Auflagen arbeiten dürfen , erklärt Direktor Kurt Jakomet.

Ganz auf Erwachsenenbildung sollte aber niemand verzichten müssen. So ist es dem Team der Lichtenburg gelungen, in kürzester Zeit ein smartes online Angebot für die berufliche Weiterbildung auf die Beine zu stellen. Jakomet betont aber, dass Webinare niemals das traditionelle Fortbildungsangebot ersetzen können, diese im Moment übergangsmäßig und für einen späteren Zeitpunkt als Ergänzung oder Vertiefung zum bestehenden Angebot angedacht sind. Das aktuelle Online Angebot umfasst Bildungsmodule im Bereich Marketing, Führung, Stärkung der sozialen Kompetenzen und Arbeitssicherheitskurse.


Inzwischen wurden und werden alle Seminarsäle aufgerüstet und modernisiert und der Außenbereich gestaltet. Neben technischen und akustischen Optimierungen werden auch hygienisch-sanitäre Anpassungen vorgenommen. So ist in Zukunft der Eingangsbereich, jeder Seminarsaal, der Speisesaal und Bar Raum mit einem elektronischen Dispenser für Desinfektionsmaterial versehen, an der Rezeption wird ein Tresen Schutz angebracht.

Angedacht wird in Absprache mit allen Südtiroler Bildungshäusern auch der Ankauf einer Fieber-Screening Kamera um ein potentielles Risiko rechtzeitig erkennen und darauf reagieren zu können. Wir setzen alles daran, dass wir für die Wiedereröffnung unseres Hauses bestens gerüstet sind. Dazu gilt natürlich, dass wir alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um die maximale Sicherheit für unsere Seminargäste und für unsere Mitarbeiter zu garantieren , bekräftigt Jakomet.

sabine kaufmann