Freitag, 22. Dezember 2017

Historikerin Mazohl bekommt Ehrenkreuz

In Vertretung des Bundespräsidenten hat der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk, am Donnerstagabend der Historikerin Brigitte Mazohl das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse überreicht.

Brigitte Mazohl mit Rektor Tilmann Märk (re.) und den LaudatorInnen Georg Brasseur (2.v.li.) und Julia Hörmann-Thurn und Taxis (li.). Foto: Uni Innsbruck
Brigitte Mazohl mit Rektor Tilmann Märk (re.) und den LaudatorInnen Georg Brasseur (2.v.li.) und Julia Hörmann-Thurn und Taxis (li.). Foto: Uni Innsbruck

Das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ist eine der höchsten Auszeichnungen, die die Republik Österreich für in Wissenschaft oder Kunst tätige Personen zu vergeben hat.

In Vertretung des Bundespräsidenten verlieh Rektor Tilmann Märk am Donnerstag das Ehrenzeichen an die Historikerin Brigitte Mazohl. Mit der Auszeichnung werden ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften gewürdigt.

Neben ihrem wissenschaftlichen Schaffen war Mazohl auch in zahlreichen akademischen Funktionen tätig, so als langjährige Leiterin des Instituts für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck und als Präsidentin der Philosophisch-Historischen Klasse an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.  

Herausragende Karriere

Die gebürtige Südtirolerin studierte in Salzburg und Wien Geschichte und Publizistik und promovierte 1971 zu den Autonomiebestrebungen im Trentino 1848/49. Nach längeren Forschungsaufenthalten in Deutschland und Italien lehrte sie als Universitätsdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Salzburg und habilitierte sich 1986.

Nach Gastprofessuren in Innsbruck und Klagenfurt wurde sie 1993 als ordentliche Universitätsprofessorin für österreichische Geschichte an die Universität Innsbruck berufen, wo sie 2015 emeritiert wurde.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der österreichischen, deutschen und italienischen Geschichte in der Zeit zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg und betreffen insbesondere Fragen von Recht, Verwaltung und Politik, von Herrschaft und Kommunikation. Als eine der frühesten Vertreterinnen einer feministisch orientierten Geschichtswissenschaft hat sie auch zahlreiche Arbeiten zur Frauen- und Geschlechtergeschichte veröffentlicht.

Für ihre herausragenden Leistungen und Verdienste wurde Brigitte Mazohl 2011 mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol, 2014 mit dem Wissenschaftspreis für außergewöhnliche Forschungsleistung der Stiftung Südtiroler Sparkasse und 2016 mit dem Walther-von-der-Vogelweide-Preis ausgezeichnet.

stol

stol