Dienstag, 22. Februar 2022

„Ich bin Sophie Scholl“

Am 22. Februar 1943 starb Sophie Scholl. Mit ihrem Todestag neigt sich ein besonderes Projekt dem Ende.

Die Widerstandskämpferin wurde am 22. Februar 1943 hingerichtet. - Foto: © APA (dpa) / -

Der Instagram-Kanal „ichbinsophiescholl“ begleitete in Echtzeit die letzten 10 Monate im Leben der Münchner Studentin, die wegen ihres Widerstands gegen das Nazi-Regime hingerichtet wurde.

Der Kanal von SWR und BR ist im Mai 2021 anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl gestartet. Die 21-jährige Widerstandskämpferin, gespielt von Luna Wedler, lässt die User hautnah, emotional und in nachempfundener Echtzeit an den letzten Monaten ihres Lebens teilhaben.

Hier gibt es den Trailer zum Projekt.



Online ging der Kanal an jenem 4. Mai, an dem Sophie im Jahr 1942 von Ulm nach München reiste, um Philosophie und Biologie zu studieren. Endlich raus aus der Provinz: „Studieren in der Großstadt, ich freu mich, auf alles was kommt“, jubelt sie in die Kamera.

Auf ihrem Kanal nutzt Sophie verschiedene Tools, die Instagram bietet, zeitversetzt in die NS-Diktatur.

Akribisch hat das Team um Regisseur Tom Lass in Briefen, Tagebüchern und historischen Dokumenten recherchiert. Manches ist auch fiktional, etwa wenn Sophie in die Kamera spricht.

Am 22. Februar 1943 wurden Sophie, ihr Bruder Hans Scholl sowie ihr Weggefährte Christoph Probst von den Nazis hingerichtet. Mit ihrem Todestag neigt sich dieses besondere Projekt dem Ende.




Unter anderem in Bozen fand am Dienstag eine Gedenkfeier für die Mitglieder der Weißen Rose statt.

stol

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