Freitag, 20. Mai 2016

In den Florentiner Uffizien entsteht Italiens Modemuseum

In den Florentiner Uffizien soll Italiens Modemuseum entstehen. Die „Kostüme-Galerie“ im Palazzo Pitti, die Ausstellungen von Sammlungen historischer Kostüme und Accessoires beherbergt, soll zum Kern des ersten Museums der italienischen Mode werden, kündigte Uffizien-Direktor Eike Schmidt an.

Auch eine Mode-Austellung soll bald in den Uffizien in Florenz Platz finden.
Auch eine Mode-Austellung soll bald in den Uffizien in Florenz Platz finden. - Foto: © shutterstock

Damit sollen die von der Galerie aufbewahrten Stücke besser zur Geltung kommen.

„Dass Italien ein der Mode gewidmetes Museum fehlt, ist eine Lücke, die wir bis Ende 2017 füllen werden“, so Schmidt laut der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ am Freitag. Geplant ist unter anderem die Restaurierung eines Lagers, mit dem die Kostüme-Galerie erweitert werden soll.

Über 6.000 Stücke besitzt die Kostüme-Galerie, zu ihnen zählen Kleider aus dem 16. Jahrhundert, sowie Bühnenkleider und Accessoires. Auch Kreationen italienischer und ausländischer Stardesigner wie Valentino, Giorgio Armani, Gianni Versace, Ottavio Missoni und Yves Saint Laurent sind in der Galerie aufbewahrt. Zu den Sammlungen gehört eine Gruppe von etwa 90 Theaterkostümen aus der Schneiderei Tirelli. An die Galerie angrenzend befindet sich eine Werkstatt für Textilrestauration.

In den Sälen werden die Kleider im Zweijahresrhythmus ausgestellt. Ziel ist, Entwicklungen der Mode vorzustellen. Einige Räume, darunter der Ballsaal, sind temporären Ausstellungen vorbehalten. Das Rotationsprinzip, wonach sämtliche ausgestellten Kostüme alle zwei Jahre ausgewechselt werden, ist zum einen aus Gründen der Erhaltung erforderlich, zum anderen allerdings auch, um die in den Magazinen aufbewahrten Bestände zur Schau zu stellen. Diese stammen hauptsächlich aus Schenkungen.

Die Uffizien planen eine enge Zusammenarbeit mit der Modemesse Pitti. So wird im Palazzo Pitti am 14. Juni eine Ausstellung mit Bildern des Modezars Karl Lagerfeld eingeweiht. 200 Bilder Lagerfelds können bis zum 23. Oktober bewundert werden.

apa

stol