Sonntag, 27. Januar 2019

Italien: Frankenweg bald UNESCO-Kulturerbe?

Italien will die Kandidatur des Frankenwegs (Via Francigena), einem mittelalterlichen Pilgerweg von England nach Rom, zum UNESCO-Weltkulturerbe unterstützen. Dies teilte die italienische UNESCO-Kommission mit.

Die Via Francigena gilt als eine der ersten großen Straßen Europas.
Die Via Francigena gilt als eine der ersten großen Straßen Europas. - Foto: © shutterstock

Der Frankenweg sei in die Liste der von der italienischen Regierung bei der UNESCO vorangetriebenen Kandidaturen aufgenommen worden. Damit wurde eine Forderung von 7 italienischen Regionen angenommen, durch die der Pilgerweg verlauft, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Sonntagsausgabe).

Die Via Francigena führt von England nach Frankreich und dann über Reims, Besancon und Lausanne, durch das Aosta-Tal sowie Siena bis zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus in Rom. Der Weg gehörte zu den 3 großen Routen, die Christen nach Rom, Santiago de Compostela oder Jerusalem führten. Erstmals wurde die Via Francigena in den Aufzeichnungen des Erzbischofs Sigerich des Ernsten von Canterbury (994) beschrieben.

Entlang der Via Francigena, die als eine der ersten großen Straßen Europas gilt, können Pilger eine Fülle von Baudenkmälern, Ruinen und Palästen bewundern. Auch immer mehr Sinnsuchende, Powerwalker und Biker treten den langen Marsch an. Der Weg sei für Pilger jedoch nicht so gut ausgestattet wie der Jakobsweg. Mit der UNESCO Unterstützung könnte sich dies ändern, heißt es in dem Bericht.

Der Verband zur Förderung des Frankenwegs setzt sich aktuell dafür ein, die Via Francigena besser zu beschildern und sie mit günstigen Herbergen auszustatten. Auch mit Büchern und Artikeln soll das Interesse geweckt werden.

apa

stol