Dienstag, 12. Juli 2016

Land ermöglicht Forschungsprojekte aus Medizin und Sprachwissenschaften

Am Dienstag hat die Landesregierung grünes Licht für die Finanzierung zweier weiterer wissenschaftlicher Forschungsprojekte gegeben. Von den 153 eingereichten Projekten, waren zunächst lediglich 12 bewilligt worden.

Zwei Projekte aus Medizin und Sprachwissenschaften werden vom Land finanziell unterstützt.
Zwei Projekte aus Medizin und Sprachwissenschaften werden vom Land finanziell unterstützt. - Foto: © shutterstock

Auf Empfehlung von Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Landesregierung am Dienstag weitere 387.470 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren bereitgestellt, um zwei weitere Forschungsprojekte im Bereich der Medizin und der Sprachwissenschaften zu ermöglichen. Das erste wird sich mit dem Thema des alternden Innenohrs beschäftigen. Es handelt sich hier um ein Kooperationsprojekt des Medizinischen Universität Innsbruck und der HNO-Abteilung von Brixen. Das zweite beschäftigt sich mit Mehrsprachigkeit und untersucht das Sprachenrepertoire Südtiroler Schüler in mehrsprachigen Lernszenarien. Es wird von der Eurac-Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit durchgeführt.

153 Projekte eingereicht - 12 finanziert

Das Land Südtirol fördert die wissenschaftliche Forschung unter anderem über Wettbewerbe. Für den dritten Wettbewerb hat das Bewertungskomittee 153 Forschungsprojekte zugelassen. Aber für lediglich zwölf standen ausreichend Mittel zur Verfügung, nämlich insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für die Periode 2016 bis 2018. 

Kompatscher: "Südtirol braucht intensive Forschungstätigkeit"

Schon anlässlich der Genehmigung der ersten zwölf Projekte hat der Landeshauptmann auf Anraten des Bewertungskomitees erwägt, diese Mittel bei Möglichkeit und im Rahmen der bestehenden Landesgesetze aufzustocken. „Südtirol braucht eine möglichst intensive Forschungstätigkeit, um im internationalen Vergleich mitzuhalten“, sagte Kompatscher bei der Landespressekonferenz am Dienstag. „Diese beiden Projekte haben vom Bewertungskomitee höchste Punktezahlen erhalten, nämlich 94 und 93 Hundertstel. Es wäre bedauerlich gewesen, solch wichtige Projekte nicht zu fördern - auch im Sinne einer weiteren Entwicklung von Südtirols Forschungskompetenz“, unterstrich der Landeshauptmann.

Forschungsthemen mit Bedeutung für Südtirol fördern

Zu den Südtiroler Forschungseinrichtungen, die gefördert werden, zählen die Freie Universität Bozen, die Eurac, das Natur- und das Archäologiemuseum, aber auch die Universität Innsbruck und jene von Trient. Dies, weil die Nachbaruniversitäten auch eine große Anzahl an Südtirolern akademisch ausbilden. Außerdem handelt es sich stets um Forschungsthemen, die spezifisch für Südtirol von Wichtigkeit sind.

stol/lpa

stol