Freitag, 02. Dezember 2016

„Make yourself”: BITZ-Workshops an der Uni Bozen

„Make yourself” lautet die Aufforderung: Mode selbst zu fertigen oder zu personalisieren. In einer Reihe kostenloser Workshops gestalten Experten aus Mode und Design gemeinsam mit all jenen, die Freude am Selbermachen haben, Neues aus Gebrauchtem, und zwar in einer Workshopwoche vom 12. bis 16. Dezember im BITZ, dem FabLab der unibz, im Zentrum von Bozen.

„Make yourself” lautet die Aufforderung: Mode selbst zu fertigen oder zu personalisieren.
„Make yourself” lautet die Aufforderung: Mode selbst zu fertigen oder zu personalisieren.

Im Dezember beginnt für viele die frenetische Suche nach Weinachtsgeschenken, vielfach begleitet von einer gewissen Frustration, nicht das Passende für seine Lieben zu finden und demnach zu einer Kompromisslösung greifen zu müssen. Alastair Fuad-Luke, Professor an der Fakultät für Design und Künste, beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema der Nachhaltigkeit, weswegen für ihn in der Mode die Lösung in Eigenproduktionen liegt. DIY, do-it-yourself, ist das Schlagwort der Stunde, betrachtet man die 1,5 Mrd Ergebnisse zum Thema auf Google.

Veranstaltungen zwischen 12. und 17. Dezember

Gesagt, getan: in den Räumlichkeiten des BITZ, des Makerspace von unibz, wird die Fakultät für Design und Künste mit all jenen arbeiten, die gerne kreativ tätig sind und selbst Hand anlegen möchten, wenn es um Bekleidung geht. „Make yourself…” ist eine Reihe von Veranstaltungen vom 12. bis 17. Dezember, mit dem Ziel, Interessierte zusammenzubringen und Sozialkompetenzen wie Fähigkeiten auszutauschen.

Workshops sind kostenlos

Das Projekt von Fuad-Luke will Studenten, Dozenten und lokale Designer mit Handwerkern, Schneidern und Interessierten zusammenbringen für ein Projekt der Sozialökonomie: „Wir möchten, dass Menschen Fähigkeiten erlernen, die vielen zu eigen sind. Wieso etwas kaufen, das uns nicht überzeugt, wenn wir doch durch die nötige Personalisierung etwas selbst kreieren können?“ Die Teilnehmer der Workshops erlernen neue Fertigkeiten, was zudem zu neuen, authentischen Sozialkontakten in der Gruppe führt. Dem Ganzen liegt ein partizipativer Ansatz zugrunde. Daher sind alle Workshops kostenlos und stehen allen Interessierten offen, ob man nun kleine Teile ändern oder zur Gänze neu herstellen möchte.

Spezifische Tagesthemen

Das Programm sieht an fünf Arbeitstagen (jeweils von 11-13 und von 14-17 Uhr) ein spezifisches Tagesthema vor. Am Montag beginnt die Woche mit Make Yourself… a bag für all jene, die hinter die Geheimnisse der Fertigung von Taschen kommen möchten. Am 13. geht es weiter mit Strümpfen und Handschuhen, am 14. mit Pullovern, Kleidern und Ponchos, am 15. mit Spielsachen und Kinderkleidung, am Freitag, 16. Dezember mit Hüten und anderen Accessoires.

Alternativen in der Mode

Am 16. Dezember wird an der Fakultät für Design und Künste von 14 bis 17 Uhr ein vertiefendes Seminar gehalten, über die Maschinerie der Modeindustrie und wie solche Kreisläufe mit Blick auf eine nachhaltigere Zukunft unterbrochen werden können, indem man weg von der Massenproduktion geht. Referenten des Workshops sind neben italienischen und europäischen Designern und Stilisten auch Betreiber der Plattform Mode Uncut, die von Prof. Fuad-Luke lanicert worden ist, um Alternativen in der Mode aufzuzeigen.

Am Samstag, 17. Dezember werden von 14 bis 19 Uhr einige während des Workshops entstandene Produkte gezeigt, die teilweise gegen eine freiwillige Spende weitergegeben werden.

Für alle Interessierten ist der Treffpunkt zu den Workshops am 12. Dezember im Fablab BITZ in der Rosministraße 7/9 in Bozen. 

stol

stol