Donnerstag, 25. Juni 2015

Matura-Panik? Neun Tipps für die letzten Lern-Tage

Schriftlich ist bereits abgehakt. In diesen Tagen beginnt das Zittern vor der mündlichen Matura-Prüfung. STOL hat mit Psychologin Dr. Heike Torggler gesprochen und die neun wichtigsten Tipps für die letzten Lern-Tage gesammelt.

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Tipp 1: Entspannung. „Die Prüfungs-Vorbereitung sollte bereits stattgefunden haben. Das Gehirn braucht 24 Stunden, um Inhalte zu verarbeiten“, weiß die Psychologin. Deswegen ist am Tag vor der Prüfung Ruhe angesagt. „Am besten: komplett etwas anderes machen“, rät Torggler.

Tipp 2: Bekanntes wiederholen. Wer die Lernunterlagen vor lauter Sorge doch nicht zur Seite legen kann, für den gilt: „Wenn schon lernen, dann nur bereits Bekanntes wiederholen.“ Wird komplett neuer Stoff gepaukt, „kann es sein, dass er am Prüfungstag einfach nicht abrufbar ist“.

Tipp 3: Lernzeitpunkt günstig wählen. „Wer wiederholen möchte, der sollte sich die Unterlagen am besten abends noch mal anschauen – ideal wäre vor dem Schlafengehen“, weiß Torggler. In der Nacht kann das Gehirn Gelerntes besonders gut verarbeiten.

Tipp 4: Genügend Schlaf. Mit Büchern im Bett sollte eines nicht vergessen werden: Die Nachtruhe darf keinesfalls zu kurz kommen. „Auf jeden Fall acht, zehn Stunden schlafen“, erinnert die Psychologin.

Tipp 5: Sich auf Wesentliches konzentrieren. Und was sollen all jene tun, die mit dem Lernstoff hoffnungslos hinterherhinken und überhaupt nicht mehr wissen, wo nun am besten anzufangen wäre? „Man sollte sich das rauspicken, was man persönlich als wichtig erachtet. Auf Details verzichten“, rät Torggler. Fürs bessere Verarbeiten der Inhalte könne auch eine Mind-Map helfen. „Oder man verknüpft die Inhalte mit Stoff, den man eh schon gelernt hat.“

Tipp 6: Bewegung. „Bewegung tut auf jedem Fall gut: sowohl für den Stressabbau als auch für die Durchblutung des Gehirns“, weiß Torggler und erinnert: „Natürlich sollte man sich nicht total verausgaben.“ Den Tag vor dem Computer oder vor dem Fernseher zu verbringen, das sei kontraproduktiv. Zu viel Information ströme auf den Tv-Schauer ein – die es dann wiederum zu verarbeiten gilt. Am besten also: raus aus dem Haus und rein in die Natur.

Tipp 7: Vollwertige Kost. „Zuckerhaltige Ernährung sorgt zwar für einen Kick. Der hält aber nicht lange an.“ Zudem wichtig: Wasser trinken, Wasser trinken, Wasser trinken.

Tipp 8: Den großen Kontext sehen. All jenen, die so nervös sind, dass sie vor dem großen Tag kein Auge zu bekommen, rät Torggler: „Man sollte sich die Relevanz der Prüfung vor Augen führen: Wie werde ich in fünf Jahren auf diese Prüfung schauen? Oder: an das denken, was schon hinter einem liegt bzw. gut verlaufen ist. Und: sich auf die eigenen Stärken besinnen.“

Tipp 9: Auf Bewährtes setzen. Und am Ende: Auch nach acht gut gemeinten Tipps den Wert der eigenen Erfahrung nicht unterschätzen. „Wenn jemand normalerweise nie frühstückt, dann sollte er auch am Tag der Prüfung nicht das Mega-Frühstück genießen.“ Jeder weiß selbst am besten, was gut für ihn ist und welche Lernmethoden und Rituale sich in der Vergangenheit bewährt haben. Nur Mut! Und: viel Erfolg!

stol

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