Donnerstag, 22. Juni 2017

Politologen setzen sich mit Flüchtlingen in der Europaregion auseinander

Es ist der Dauerbrenner in Südtirols Politik: der Umgang mit den Flüchtlingen und Asylwerbenden. Die Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft widmet deshalb ihr Politika-Jahrbuch dem Schwerpunkt: Flüchtlinge und Migration.

Der Schwerpunkt des Politika-Jahrbuchs: Flüchtlinge und Migration.
Der Schwerpunkt des Politika-Jahrbuchs: Flüchtlinge und Migration.

288 Seiten umfasst die neue Politika-Ausgabe, die jüngst im Bozner Bahnhofspark vorgestellt wurde. 288 Seiten, die sich vor allem mit einer Thematik auseinandersetzen: Flüchtlinge und Asylwerbende in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Vor dem Hintergrund des viel diskutierten Grenzzaunes am Brenner, der Belastung der Beziehungen zwischen Österreich und Italien und der europäischen Dimension der Migrationsproblematik ist die Schwerpunktwahl der Gesellschaft für Südtiroler Politikwissenschaft mehr als nur nachvollziehbar.

Weltpolitische Konflikte und Widersprüche

Im Vorwort des 17er Jahrbuches schreiben die Herausgeber, Günther Pallaver, Elisabeth Alber und Alice Engl, von einem „Neuanfang der Geschichte“. Und nehmen dabei die Entwicklungen der vergangenen Jahre in den Blick. Jahre, die von weltpolitischen Konflikten und Widersprüchen geprägt seien, wie die drei Politologen festhalten.

„Das Revival von weltpolitischen Widersprüchen stellt Europa vor eine Reihe von Herausforderungen“, halten die Autoren fest und fügen hinzu, „eine dieser einzigartigen Herausforderungen ist die Flüchtlingsfrage.“ Damit hingen Probleme zusammen, die auf alle Lebenslagen Einfluss nähmen und im öffentlichen Diskurs kontrovers, oft stark polarisierend diskutiert würden.

Viele Autoren – Viele Perspektiven

Die Politika 2017 versteht sich als analytischer, wissenschaftlicher Beitrag innerhalb der aktuellen Flüchtlingsdebatte – ein Beitrag, der viele Autoren zu Wort kommen lässt und den Lesern unterschiedliche Perspektiven eröffnet.

stol/aw

stol